Cyberangriff – Lawrow: "Es war eine Routinefahrt"

    8. Oktober 2018, 14:33
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    Russischer Außenminister: Agenten hielten sich nicht versteckt in den Niederlanden auf

    Die vier aus den Niederlanden ausgewiesenen russischen Agenten haben sich nach Darstellung des russischen Außenministers Sergej Lawrow nicht zur Spionage in dem Land aufgehalten. "Es war eine Routinefahrt", sagte Lawrow am Montag in Moskau. "Sie hielten sich nicht versteckt auf."

    Er bezeichnete sie als Fachleute, den Begriff "Spion" nutzte Lawrow nicht. Sie seien in die Niederlande geflogen, hätten in einem Hotel eingecheckt und die russische Botschaft besucht. "Es war nichts Geheimnisvolles."

    Vorwürfe

    Hintergrund sind neue Vorwürfe aus den Niederlanden gegen Russland, die ebenso wie Deutschland und Großbritannien den russischen Militärgeheimdienst GRU für Attacken der vergangenen Jahre für verantwortlich halten. Attackiert wurden die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA, die Organisation für ein Verbot von Chemiewaffen (OPCW) sowie die US-Präsidentschaftswahlen 2016.

    Lawrow sagte, die Niederlande hätten bisher keine Beweise für die Anschuldigungen vorgelegt. Zugleich bestätigte er, dass Russland die niederländische Botschafterin vorgeladen habe. Lawrows Ministerium hatte zuvor den Niederlanden eine "Desinformations-Kampagne" vorgeworfen. Russland hat bisher alle Vorwürfe zurückgewiesen.(APA, 8.10. 2018)

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