Rapid-Coach Kühbauer: "Drei Punkte, alles wunderbar"

8. Oktober 2018, 11:01
197 Postings

Freude über 1:0 bei Ligadebüt gegen Mattersburg – Rang sechs rückt näher, die Länderspielpause "kommt gerade recht"

Wien – Nach den turbulenten Wochen und rechtzeitig vor der Länderspielpause gibt es bei Rapid wieder Gelegenheit zum Durchatmen. Mit dem 1:0-Heimsieg am Sonntag über den SV Mattersburg sollte so etwas wie Ruhe einkehren, die der neue Trainer Dietmar Kühbauer dringend benötigt, um der Mannschaft in den kommenden zwei Wochen ungestört seine Vorstellungen vermitteln zu können.

Dementsprechend groß war nach dem Schlusspfiff die Erleichterung beim 47-Jährigen, der vor und nach dem Match vom Block West mit Sprechchören gefeiert wurde. "Fazit: Drei Punkte, alles wunderbar", sagte Kühbauer nach seinem Meisterschaftsdebüt als Rapid-Coach. Die Wiener verbesserten sich in der Bundesliga durch den ersten Meisterschaftserfolg nach drei Niederlagen auf Rang sieben.

Meistergruppe rückt näher

Zudem reduzierte sich der Rückstand auf Platz sechs, der noch zur Teilnahme an der Meistergruppe berechtigt, auf einen Zähler. Die vier vor Rapid liegenden Vereine – Sturm, WAC, Austria und LASK – kassierten am Wochenende allesamt Niederlagen. "Der Sieg ist für alle – die Mannschaft und den Klub – sehr wichtig, weil wir wieder Kontakt nach oben haben", meinte Kühbauer.

Dennoch zeigte der Auftritt gegen Mattersburg, dass auf ihn noch viel Arbeit wartet: "In der ersten Hälfte haben wir ein gutes Spiel gemacht, sind verdient in Führung gegangen, haben es dann aber verabsäumt, das zweite Tor zu machen. So ist es immer sehr eng geblieben." Vor allem Deni Alar trat als Chancenvernebler in Erscheinung, was dem Trainer jedoch kein Kopfzerbrechen bereitete. "Mir ist es in dieser Phase wichtiger, dass er überhaupt zu Möglichkeiten kommt. Das wird ihm für die nächsten Spiele sicher Auftrieb geben."

4-4-2-System

Alar agierte gegen Mattersburg neben Andrija Pavlovic als zweiter Stürmer in einem für Rapid ungewohnten 4-4-2-System. "Natürlich war bei der Umstellung ein gewisses Risiko dabei, aber das 4-2-3-1 hat zuletzt nicht so geklappt, deswegen mussten wir ein bisschen Risiko nehmen. Man muss einfach variabel sein, das ist uns heute gelungen", erklärte Kühbauer.

In den kommenden Tagen geht es nicht nur um das Feilen an Spielsystemen, sondern auch um das richtig dosierte Training. "Wir müssen die Balance zwischen Arbeit und Regeneration finden. Zuerst müssen wir schauen, wie die Jungs beieinander sind, dann können wir die Trainings dementsprechend gestalten." Rapid absolvierte zuletzt sieben Spiele in 22 Tagen, nach der Pause warten sieben Partien innerhalb von 23 Tagen. Das Mammutprogramm hat für Stefan Schwab angesichts des Siegs gegen Mattersburg seinen Schrecken verloren: "Man hat gesehen, dass der ganze Verein geschlossener aufgetreten ist und eine positive Energie im Stadion war."

Schwab und viele Mitspieler benötigen nun eine Verschnaufpause. "Man hat gegen Mattersburg gespürt, dass uns die Kräfte ausgegangen sind", gab der Salzburger zu. Thomas Murg meinte: "Einige waren am Schluss schon müde, das war auch bei mir so. Die Pause kommt gerade recht, danach wollen wir wieder bei 100 Prozent sein." (APA, 8.10.2018)

  • Didi Kühbauer erklärt Thomas Murg das Spiel.
    foto: apa/hans punz

    Didi Kühbauer erklärt Thomas Murg das Spiel.

  • Applaus, Applaus.
    foto: apa/hans punz

    Applaus, Applaus.

Share if you care.