Überlegener LASK stolpert in Innsbruck

    7. Oktober 2018, 16:29
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    Tiroler schlagen den Dritten etwas überraschend mit 1:0 und schieben sich auf Platz zehn

    Innsbruck – Der Erfolgslauf des LASK kam in Innsbruck endgültig zu einem Ende. Eine Woche nach dem 0:0 gegen Sturm Graz gingen die Linzer am Sonntag in Tirol mit einem 0:1 (0:0) vom Platz. Nach acht Spielen mit sechs Siegen setzte es für die in der ersten Hälfte haushoch überlegenen Gäste wieder eine Niederlage. Bisher hatte das nur Salzburg zum Auftakt (1:3) geschafft.

    Cheikhou Dieng (70.) wurde im Match der zehnten Runde nach einem Schnitzer der LASK-Defensive zum Innsbrucker Mann des Spiels. Dank des dritten Saisonsiegs verbesserte sich der Aufsteiger in der Tabelle auf Platz zehn. Zum ersten Mal in der laufenden Saison blieb die Elf von Karl Daxbacher in einem Pflichtspiel ohne Gegentreffer. Der LASK rutschte auf Platz drei zurück.

    Vor der Pause nichts zu melden

    Dabei hatte der LASK am Tivoli sofort das Kommando übernommen und setzte die Hausherren mit dem gewohnt schnellen Spiel in die Spitze massiv unter Druck. Innsbruck, in der Innenverteidigung u.a. wegen der Sperre von Stefan Meusburger ersatzgeschwächt, war völlig mit Defensivaufgaben beschäftigt. Doch die Fünferkette leistete gute Arbeit, in den ersten 45 Minuten fand der LASK von einem Abseitstreffer Yusuf Otubanjos (4.) abgesehen nur wenige echte Chancen vor.

    In der 6. Minute köpfelte Philipp Wiesinger nach einem von elf Eckbällen an die Oberlatte, kurz vor der Pause scheiterte Otubanjo zweimal an Goalie Christopher Knett (41., 43.). Innsbruck kam hingegen kaum aus der eigenen Hälfte hinaus, es dauerte genau eine halbe Stunde, bis man erstmals bei LASK-Goalie Alexander Schlager vorstellig wurde. Der Fernschuss von Patrik Eler fiel aber harmlos aus. Dass man ohne Gegentreffer in die Kabine ging, war aus Sicht der Hausherren das einzige Erfolgserlebnis.

    Innsbruck startete überraschend mutig und aktiv in die zweite Hälfte, bald zappelte nach einem Eckball auch der Ball im Netz der Linzer – doch der Treffer zählte aufgrund eines Fouls von Albert Vallci an Schlager nicht (55.). Wenig später prüfte Daniele Gabriele Schlager per Freistoß (60.), der LASK befreite sich in einer nun offenen Partie mit einem Schuss aus dem Hinterhalt von James Holland (61.). Ihm folgte Thomas Goiginger mit einem gefährlichen Vorstoß in den Fünfer (64.).

    Gästegeschenk

    Just als der LASK wieder stärker zu werden schien, brachten sich die Gäste mit einem schweren Abwehrpatzer nach weitem Abschlag von Knett um die Früchte ihrer Arbeit. Christian Ramsebner verschätzte sich, Dieng nützte den Lapsus aus wenigen Metern eiskalt aus. Die Oberösterreicher reagierten fast wütend, kamen über Verzweiflungsangriffe aber nicht hinaus. Joao Victor gegen Knett (73.) und mit einem Distanzschuss weit über das Tor (82.) sowie Ex-Innsbrucker Florian Jamnig mit einem Versuch ans Außennetz (95.) sorgten noch für drei nennenswerte Offensivaktionen, für einen Treffer reichte es zum dritten Mal in dieser Bundesligasaison aber nicht mehr. (APA, 7.10. 2018)

    Bundesliga, 10. Runde, Sonntag

    Wacker Innsbruck – LASK 1:0 (0:0)
    Tivoli-Stadion, 4.500 Zuschauer, SR Harkam

    Tor: 1:0 (70.) Dieng

    Innsbruck: Knett – Hupfauf, Maak, Maranda – Schimpelsberger, Henning, Kerschbaum, Gabriele (90. Buchacher), Vallci – Eler (54. Dedic), Dieng (87. Rakowitz)

    LASK: Schlager – Ramsebner (81. Jamnig), Trauner, Wiesinger – Ranftl, Holland, Michorl, Ullmann – Goiginger (72. Frieser), Otubanjo, Joao Victor

    Gelbe Karten: Henning bzw. Ramsebner, Trauner

    Stimmen:

    Karl Daxbacher (Wacker-Trainer): "Die Freude ist sehr groß. Nach unseren Niederlagen in den letzten Spielen war das ganz wichtig. Für mich war es am wenigsten wichtig. Man hat gesehen, dass man im Fußball als unterlegene Mannschaft durchaus gewinnen kann."

    Oliver Glasner (LASK-Trainer): "Natürlich hätte ich mir das anders vorgestellt. Das war eher unnötig. Wir haben über weite Strecken das Match total kontrolliert. Wir haben uns einmal blöd angestellt. Wir haben unzählige Standardsituationen gehabt. Vorne hat uns immer ein bisschen etwas gefehlt. Aber das wirft uns überhaupt nicht um."

    • Wichtige Punkte für den Sir.
      foto: apa/expa/huter

      Wichtige Punkte für den Sir.

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