Rapid-Arbeitssieg bei Kühbauer-Heimdebüt

    7. Oktober 2018, 16:25
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    Die Pflicht wird beim 1:0 gegen Mattersburg knapp erfüllt, die Luft nach oben ist zweifellos reichlich vorhanden

    Wien – Rapid bezwang am Sonntag beim Heimdebüt von Dietmar Kühbauer den SV Mattersburg 1:0 (1:0), Glanz kam dabei keiner auf. Ein Treffer von Knasmüllner (11.) bescherte den Wienern den zweiten Heimsieg der Saison. Dieser beförderte den zuletzt dreimal in Folge geschlagenen Rekordmeister an den Burgenländern vorbei auf Tabellenrang sieben der Fußball-Bundesliga.

    Kühbauer schickte seine Truppe vor 18.200 Zuschauern mit vier Änderungen gegenüber dem 1:3 in der Europa League gegen die Glasgow Rangers diesmal in einer 4-4-2-Formation auf den Platz. Einer der Neuen in der Startelf war im Angriff Alar für den angeschlagenen Berisha.

    Früh auf Kurs

    Rapid ging gleich mit dem ersten Torschuss der Partie in Führung. Knasmüllner kam durch einen missglückten Klärungsversuch von Kerschbaumer der Gäste im Strafraum an den Ball, ließ Gruber mit einem Haken aussteigen und traf via Innenstange ins kurze Eck. Danach entwickelte sich eine ziemlich zerfahrene Partie mit etlichen Fehlern auf beiden Seiten. Erst in der 30. Minute gaben die Hütteldorfer ihren zweiten Torschuss ab, der Versuch von Pavlovic ging allerdings weit über das Tor.

    Vier Minuten später versuchte es Kapitän Schwab, sein abgefälschter Schuss wurde aber zu einer leichten Beute für Mattersburg-Goalie Kuster. Mattersburg wurde zunächst nur durch einen Freistoß von Gruber (39.), der in die Hände von Strebinger ging, gefährlich. Kurz darauf übersahen die Gäste auf der Gegenseite im Strafraum den mitgelaufenen Alar (40.). Sein Kopfball nach einer Hereingabe von Schwab verfehlte das Tor aber deutlich.

    Auch Mattersburg mit Chancen

    Nach der Pause waren es die Burgenländer, die durch einen von Strebinger abgewehrten Schuss von Jano (48.) die erste Chance herausspielten. Für Rapid vergab wenig später Alar (52.) eine Topmöglichkeit, sein Heber über Kuster ging aus kurzer Distanz weit drüber. Nach rund einer Stunde Spielzeit musste Strebinger bei einem Gruber-Schuss aus spitzem Winkel rettend eingreifen. Die immer mutiger werdenden Mattersburger näherten sich dem Ausgleich an, Pusic vergab aber zwei gute Gelegenheiten (68., 72.).

    Für die immer müder wirkenden Rapidler probierte es Alar (70./Schuss geblockt, 80./am langen Eck vorbei) erfolglos. In der Schlussphase fanden auch ein gut angetragener Freistoß von Schwab und ein Sonnleitner-Versuch nicht den Weg ins Tor. Schlussendlich konnte Kühbauer aber ein gelungenes Meisterschaftsdebüt registrieren. (APA, red – 7.10. 2018)

    Bundesliga, 10. Runde, Sonntag

    SK Rapid Wien – SV Mattersburg 1:0 (1:0)
    Allianz-Stadion, 18.200 Zuschauer, SR Hameter

    Tor: 1:0 (11.) Knasmüllner

    Rapid: Strebinger – Potzmann (63. Müldür), Sonnleitner, Dibon, Bolingoli (88. Auer) – Murg, D. Ljubicic, Schwab, Knasmüllner (75. Martic) – Pavlovic, Alar

    Mattersburg: Kuster – Kerschbaumer (67. Höller), Mahrer, Malic, Ortiz, Renner – Erhardt, Jano, Hart (82. Ertlthaler) – Pusic (76. Prosenik), Gruber

    Gelbe Karte: Bolingoli

    Stimmen:

    Dietmar Kühbauer (Rapid-Trainer): "In der ersten Hälfte haben wir ein gutes Spiel gemacht, sind verdient in Führung gegangen, haben es dann aber verabsäumt, das zweite Tor zu machen. So ist es immer sehr eng geblieben. Der Sieg ist für alle – die Mannschaft und den Klub – sehr wichtig, weil wir wieder Kontakt nach oben haben."

    Klaus Schmidt (Mattersburg-Trainer): "In den ersten 25 Minuten haben wir nicht die richtigen Mittel gegen das System von Rapid gefunden. Da waren wir nicht mutig genug, aus unserer Fünferkette auf die offensiven Mittelfeldspieler von Rapid rauszuattackieren. Wir haben dann umgestellt und sind mit Fortdauer immer besser geworden. Es hat auch ein bisschen das Glück gefehlt."

    Stefan Schwab (Rapid-Kapitän): "Es war ein Sieg ohne Glanzleistung, aber wir haben gekämpft und dagegengehalten, was gegangen ist. Man hat gespürt, dass uns am Schluss die Kräfte ausgegangen sind. Die Systemumstellung hat uns geholfen, dadurch ist es uns gut gelungen, im Zentrum Überzahl zu schaffen."

    • Mattersburg (Philipp Erhardt) und Rapid (Thomas Murg) arbeiten Fußball.
      foto: apa/punz

      Mattersburg (Philipp Erhardt) und Rapid (Thomas Murg) arbeiten Fußball.

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