St. Pölten punktet auch ohne Kühbauer

    6. Oktober 2018, 19:17
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    Torloses aber durchaus sehenswertes Remis gegen die Admira

    St. Pölten – Im ersten Spiel nach dem Abgang von Trainer Dietmar Kühbauer zu Rapid hat sich St. Pölten am Samstag im Niederösterreich-Derby gegen die Admira mit einem 0:0 zufriedengeben müssen. Die Hausherren waren im Spiel der zehnten Runde der Fußball-Bundesliga zwar tonangebend, blieben erstmals seit 25. August aber ohne Treffer und konnte nach drei Siegen en suite diesmal nicht voll anschreiben.

    Der Rückstand auf Tabellenführer Salzburg (27) verkürzte sich zumindest bis zum Sonntag auf sechs Zähler, dann können die Niederösterreicher aber auch vom LASK (20) überholt werden. Die Admira bleibt mit acht Punkten Vorletzter und hat in den jüngsten 14 Bundesliga-Partien weiter nur zwei Siege am Konto.

    St.-Pölten-Interimstrainer und Sportkoordinator Marcel Ketelaer setzte auf die gleiche Aufstellung wie beim jüngsten 2:0 gegen Rapid und sah nicht nur vor der Pause eine dominante Vorstellung seiner Truppe. Taxiarchis Fountas (12./zu zentral, 17./knapp neben das Tor), Pak (15./Goalie Leitner hielt) und Morten Hjulmand (30./klar über das Tor) fanden mehr oder weniger gute Chancen vor, Admira-Abwehrspieler Bjarne Thoelke war zudem einem Eigentor gefährlich nah, traf aber das Außennetz (28.).

    Die Admira kam erst mit Fortdauer einer recht intensiven ersten Hälfte besser ins Spiel und hatte durchaus die Chance, in Führung zu gehen. Sinan Bakis scheiterte beim gefährlichsten Versuch aber an St.-Pölten-Goalie Christoph Riegler (32.). Nach Wiederbeginn gaben erneut die Gastgeber den Ton an. René Gartler (58.), Sandro Ingolitsch (59.) und Fountas (79.) hatten aber allesamt ihr Visier zu ungenau eingestellt. Im Finish zog St. Pölten noch einmal das Tempo an, konnte aber nicht für konkrete Gefahr sorgen. In der Nachspielzeit verhinderte der faustende Riegler dann gegen Joker Marin Jakolis das späte St.-Pöltner K.o. (APA, 6.10. 2018)

    Bundesliga (10. Runde):

    SKN St. Pölten – FC Admira 0:0. St. Pölten, NV Arena, 3.187, SR Gishamer

    St. Pölten: Riegler – Meisl, Luan, Drescher – Ingolitsch, Fountas (81. Luxbacher), Mislov, Ljubicic, Haas (68. Hofbauer) – Pak (89. Balic), Gartler

    Admira: Leitner – Zwierschitz, Thoelke (53. Maier), Bauer, L. Malicsek – Vorsager, Toth, Hjulmand – Paintsil (78. Jakolis), Sahanek (93. Kadlec), Bakis

    Gelbe Karten: Pak, Drescher bzw. Bakis, Sahanek

    Stimmen:

    Marcel Ketelaer (St.-Pölten-Interimstrainer): "In der ersten Hälfte waren wir nach vorne zu unkonzentriert, die Admira war in der ersten Hälfte leicht feldüberlegen. Die zweite Hälfte war von uns besser, aber wirklich zwingende Chancen konnten wir auch nicht herausspielen. Wir werden uns ab dem jetzigen Zeitpunkt intensiver mit der Trainerfrage beschäftigen und werden in den nächsten Tagen sehen, wer es wird."

    Christoph Riegler (St.-Pölten-Tormann): "Es war eine zerfahrene Partie. Man hat gemerkt, dass die jüngsten Ereignisse hier Spuren hinterlassen haben und dass nicht alles so rund gelaufen ist. Aber den Punkt nehmen wir natürlich mit. Die Admira hat heute auch nicht gerade ein Feuer werk abgebrannt."

    Ernst Baumeister (Admira-Trainer): "Das Ergebnis heute geht in Ordnung, es war ein gerechtes 0:0. Beide Abwehrreihen sind heute gut gestanden und haben wenige Torchancen zugelassen."

    • SKN-Keeper Riegler reagierte schneller als Jakolis.
      foto: apa/punz

      SKN-Keeper Riegler reagierte schneller als Jakolis.

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