Wacker hinkt vor Spiel gegen LASK Erwartungen hinterher

5. Oktober 2018, 14:35
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Trainer Daxbacher: "Wir haben Schwierigkeiten, das ist nicht zu übersehen" – Linzer reisen formstark und mit viel Selbstvertrauen an

Innsbruck/Linz – Wacker Innsbruck ist in der Fußball-Bundesliga noch nicht wirklich angekommen. Nach neun Runden hat der Aufsteiger erst sechs Zähler auf dem Konto. Rang elf, nur einen Punkt vor Schlusslicht Altach lautet die Zwischenbilanz. Im Lager der Tiroler gab man zuletzt zu, sich mehr erhofft zu haben. Nun wartet mit dem LASK am Sonntag (14.30 Uhr) ein Gegner, der in Form anreist.

Die Linzer mussten sich nach acht Pflichtspielsiegen in Folge zuletzt zwar mit einem 0:0 gegen Sturm Graz begnügen, ihr Selbstvertrauen sollte aber ungebrochen sein. "Sie sind richtig gut drauf, das sieht man", urteilte Karl Daxbacher über den Tabellendritten. Während die Oberösterreicher ihr System gefunden haben, schraubte der Trainer in den vergangenen Spielen an jenem der Innsbrucker. Mit mäßigem Erfolg, dazu kam zuletzt eine Partie, in der alles schieflief.

Kassieren

Bei der Niederlage in Mattersburg kassierte Wacker eine Rote Karte in der 1. Minute, verschoss einen Elfmeter und kassierte im Finish das Gegentor zum 1:2. Vier der jüngsten fünf Liga-Spiele haben die Tiroler verloren, nur daheim gegen Hartberg wurden drei Zähler gesammelt. "Wir haben Schwierigkeiten, das ist nicht zu übersehen", gestand Daxbacher. So fehle auch das Spielglück in Situationen, wo man einen Punkt hätte mitnehmen können. "Aber das müssen wir hinbekommen und schauen, dass Hunger und Biss bleiben."

Das Programm hat es für den Aufsteiger in sich. Nach der Länderspielpause geht es in der Liga gegen Salzburg (a), die Austria (h) und Sturm Graz (a). "Das ist heftig, aber wir wollten Bundesliga spielen", betonte Daxbacher. Mit drei, vier Zählern mehr auf der Habenseite habe man dennoch gerechnet, gab der 65-Jährige zu. Die Rückendeckung vom Verein sei noch gegeben, auch wenn Daxbacher die Mechanismen im Geschäft kennt: "Der logische Werdegang ist, dass man über den Trainer nachdenkt, wenn Erfolge ausbleiben."

Improvisieren

Gegen die starke LASK-Offensive muss Wacker auch in der Innenverteidigung improvisieren. Neben dem gesperrten Stefan Meusburger fallen auch die verletzten Stefan Peric und Dominik Baumgartner aus. Stürmer Zlatko Dedic steht nach seinem Muskelfaserriss wieder im Kader.

Ist gegen den LASK die mit 19 Gegentreffern bisher zu durchlässige Defensive der Hausherren gefordert, haben die Gäste diesbezüglich den Top-Wert der Liga vorzuweisen. Erst fünfmal musste sich Alexander Schlager im Tor der Linzer in dieser Saison geschlagen geben. Abwehrchef Gernot Trauner schaffte es jüngst in den Teamkader der Nationalmannschaft und sah dies als "Bestätigung meiner Leistung". Auf die Abrufliste von Teamchef Franco Foda schaffte es Flügelstürmer Thomas Goiginger.

"Wir wollen vor der Länderspielpause nochmal alles daran setzen, einen Auswärtssieg zu feiern. Wir wissen aber gleichzeitig, dass uns beim Aufsteiger ein schweres Spiel erwartet", gab Trainer Oliver Glasner zu Protokoll. Er wandelt als Betreuer der Schwarz-Weißen in prominenten Spuren. Der LASK ist acht Meisterschaftsrunden ungeschlagen. Dies gelang den Athletikern zuletzt im Herbst 1998 unter Otto Baric. (APA; 5.10.2018)

FC Wacker Innsbruck – LASK (Innsbruck, Tivoli-Stadion, Sonntag, 14.30 Uhr, SR Harkam).

Wacker: Knett – Hupfauf, Maranda, Maak, Vallci – Kerschbaum – Dieng, Henning, Gabriele, Durmus – Eler

Ersatz: Wedl – Schimpelsberger, Zaizen, Buchacher, Harrer, Rakowitz, Dedic

Es fehlt: Meusburger (gesperrt), Freitag (Muskelfaserriss), Baumgartner (Muskelfaserriss), Peric (Entzündung Patellasehne), Rieder (Innenbandverletzung)

LASK: A. Schlager – Ramsebner, Trauner, Wiesinger – Ranftl, Holland, Michorl, Ullmann – Goiginger, Otubanjo, Joao Victor

Ersatz: Gebauer – Pogatetz, Wostry, Benko, Jamnig, Erdogan, Frieser

Es fehlen: Tetteh (nach Meniskus-OP), Oh (Muskelfaserriss im Oberschenkel)

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