Austria ohne Madl auf ungeliebtem Terrain in Altach

5. Oktober 2018, 13:17
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Wiener halten bei nur einem Sieg im "Ländle" seit 2014 – Abwehrchef Madl fällt mehrere Wochen aus – Altacher in dieser Saison zu Hause noch punktlos

Altach/Wien – Die Austria will auf ungeliebtem Terrain erfolgreich in die Länderspiel-Pause einziehen. Die Wiener gehen nach vier Siegen und einem Remis in den vergangenen sechs Runden der Fußball-Bundesliga am Samstag (17.00 Uhr) zwar als Favorit ins Auswärtsspiel bei Schlusslicht Altach. In der Cashpoint-Arena haben die Violetten jedoch in acht Liga-Auftritten seit Herbst 2014 nur einen Sieg geholt.

Noch dazu reist die Austria ausgedünnt ins "Ländle". Jüngster Ausfall ist Abwehrchef Michael Madl, der sich im Training eine Muskelverletzung im Oberschenkel zuzog. Der Innenverteidiger wird einige Wochen ausfallen. Weiter nicht fit ist Stürmer Bright Edomwonyi (Rücken), mit Vesel Demaku (Sprunggelenksverletzung) fehlt seit dieser Woche außerdem ein Ersatzmann für das Mittelfeld. Altach beendete zuletzt mit einem 4:2 bei der Admira seine Sieglosigkeit. Zu Hause warten die Rheindörfler in dieser Saison nach fünf Heimspielen noch auf einen Punktgewinn.

Sieht die Heimbilanz des Gegners in der laufenden Meisterschaft äußerst mager aus, ist die Auswärtsserie der Austria sehenswert. In den jüngsten drei Auftritten in der Ferne kassierte der aktuelle Tabellenvierte keinen Gegentreffer. Bis auf das 0:3 gegen den LASK ist die Bilanz insgesamt positiv. Zum Aufschwung in der Liga kam auch das gewonnene Cup-Duell mit Sturm Graz.

"Die Momentaufnahme passt"

"Die Momentaufnahme passt, die Ergebnisse haben bis auf das LASK-Spiel gestimmt. Wir wollen uns jetzt vor der Länderspielpause nochmals belohnen und diesen Block mit einem Sieg abschließen", sagte Trainer Thomas Letsch. In allzu große Euphorie will der Deutsche aber nicht verfallen. Er sieht bei seinem Team noch viel Luft nach oben. Altach sei zwar Schlusslicht, jedoch ein sehr unangenehmer Kontrahent, betonte Letsch. "Ich denke, dass sie eher auf Konter lauern und wir zum einen nach hinten eine gute Absicherung brauchen und nach vorne Lösungen finden müssen."

Dies gelang der Austria in den vergangenen Saisonen in Vorarlberg nur allzu selten. Altach blickt seit dem Wiederaufstieg ins Oberhaus auf fast durchwegs positive Erinnerungen zurück. Aktuell ist der SCR daheim gegen die Wiener fünf Spiele (4-1-0/12:2 Tore) ungeschlagen. Dieser Lauf soll die Mannschaft auch am Samstag beflügeln. Trainer Werner Grabherr betonte, nun auch die Sieglosigkeit vor heimischer Kulisse endlich durchbrechen zu wollen. "Wir starten mit einem Punkt und wollen mit dem auf jeden Fall rausgehen", umriss er das Minimalziel.

Der 33-Jährige berichtete von einem gesunden Konkurrenzkampf im Training. Kapitän Philipp Netzer fehlt wie der ebenso verletzte Samuel Oum Gouet sowie Jan Zwischenbrugger (krank) weiter, ansonsten sind alle Profis fit. Jungvater Martin Kobras wird wieder im Tor stehen, nachdem er aufgrund einer Erkrankung zuletzt von Andreas Lukse vertreten wurde. Es darf erwartet werden, dass Altach sein Glück bei schnellen Gegenstößen suchen wird. Eines hielt Grabherr auch fest: "Der Auswärtssieg war für uns alle befreiend, beruhigend aber nicht. Wir sind noch immer Tabellenletzter." (APA; 5.10.2018)

SCR Altach – FK Austria Wien (Altach, Cashpoint-Arena, Samstag 17.00 Uhr, SR Jäger). Saisonergebnisse 2017/18: 3:0 (h), 0:2 (a), 1:0 (h), 1:2 (a).

Altach: Kobras – Lienhart, Piesinger, Zech, Luckeneder, Schreiner – Müller, S. Nutz, Fischer – Gebauer, Grbic

Ersatz: Lukse – Karic, Ngwat-Mahop, Meilinger, Dobras, Prokopic, Mwila, Gatt, Aigner

Es fehlen: Netzer (Achillessehnenprobleme), Oum Gouet (Sprunggelenk), Zwischenbrugger (krank)

Austria: Pentz – Klein, Schoissengeyr, Igor, Cuevas – Ebner, Jeggo, Matic – Grünwald, Friesenbichler, Prokop

Ersatz: Lucic – Salamon, Jonovic, Hahn, Ewandro, Venuto, Monschein

Es fehlen: Madl (Muskelverletzung im Oberschenkel), Edomwonyi (Rückenverletzung), Turgeman (Teileinriss Syndesmose- und Innenband), Sax, Fitz (beide Knochenmarksödem), Demaku (Sprunggelenksverletzung), Martschinko (nach Knie-OP), Gluhakovic (nach Kreuzbandriss)

  • Artikelbild
    foto: apa/erwin scheriau
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