Dönhoff-Preis für Moschee-Gründerin Ates und Reporter ohne Grenzen

    4. Oktober 2018, 16:10
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    Auszeichnungen sind mit jeweils 20.000 Euro dotiert

    Hamburg – Der Marion-Dönhoff-Preis für internationale Verständigung und Versöhnung geht in diesem Jahr an die Berliner Anwältin und Moschee-Gründerin Seyran Ates. Der Organisation Reporter ohne Grenzen wird der Förderpreis zuerkannt, wie die Jury am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Die Auszeichnungen sind mit jeweils 20.000 Euro dotiert.

    Die Anwältin, Autorin und Frauenrechtlerin Ateş habe einen bedeutenden Beitrag zum respektvollen Zusammenleben in Deutschland geleistet und kämpfe unermüdlich für einen modernen, aufgeklärten Islam. Mit der Gründung der liberalen Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin habe sich die Muslimin Ateş in beispielhafter Weise für einen Dialog zwischen den Kulturen und Religionen engagiert, teilte der Jury-Vorsitzende und "Zeit"-Korrespondent Matthias Naß mit.

    Jury: Pressefreiheit in Europa bedroht

    Reporter ohne Grenzen wird für den Einsatz für die freie Medienberichterstattung ausgezeichnet. "Die Organisation verteidigt die Arbeit von Journalisten gerade in einer Zeit, da auch in Europa die Pressefreiheit immer mehr bedroht wird", urteilte die Jury.

    Die Wochenzeitung "Die Zeit", die "Zeit"-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius sowie die Dönhoff-Stiftung in Hamburg verleihen den Preis in diesem Jahr zum 16. Mal – in Erinnerung an die Publizistin Dönhoff (1909-2002). Die Veranstaltung ist am 2. Dezember im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. (APA, dpa, 4.10.2018)

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