Vassilakou will über Sharing reden

    4. Oktober 2018, 15:42
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    Die grüne Wiener Vizebürgermeisterin wird heuer nach mehrjähriger Absenz wieder zur Expo Real kommen

    "Sharing is caring: Wie Shared-Mobility-Angebote und digitale Mobilitäts-Apps unser Stadtbild verändern": So lautet der Titel einer Diskussionsveranstaltung Dienstagmittag auf der Expo Real. Die Diskussion über "Integration der Sharing Economy und der Stadtentwicklung" folgt am Nachmittag, Maria Vassilakou wird dabei auf dem Podium der Expo Real stehen.

    Vassilakou? Ja, die Wiener Vizebürgermeisterin kommt zur Expo Real nach München. Nicht zum ersten Mal, 2013 und 2014 war sie auch schon auf der Messe. Nun aber wohl zum letzten Mal in ihrer Funktion als Wiener Vizebürgermeisterin – bekanntlich will sie Mitte 2019 ihr Amt übergeben.

    Rückkehr nach München

    Dass sie nun wiederkommt, wird die zahlreichen ständigen Messebesucher aus Österreich freuen, die sich in den vergangenen Jahren darüber geärgert hatten, dass die Stadt Wien die Expo Real schlicht ignorierte. Die internationale Messe ist auch eine Standortmesse; 14 Prozent bzw. jeder siebente Aussteller war 2017 der Kategorie "Wirtschaftsregionen und Städte" zuzuordnen, berichten die Veranstalter. Gerechnet an der Gesamtzahl der Teilnehmer waren es immerhin auch fünf Prozent. Zahlreiche Bürgermeister und Vizebürgermeister europäischer Städte haben sich auch heuer wieder angesagt.

    Vassilakou scheint sich recht kurzfristig entschieden zu haben. Zu einem Auftritt an einem der beiden österreichischen Gemeinschaftsstände (siehe linke Seite) dürfte es voraussichtlich nicht kommen.

    Herausforderung Sharing

    Stattdessen will die Vizebürgermeisterin über die Sharing Economy diskutieren. Mit diesem Thema präsentiere sich die Messe heuer "auf der Höhe der Zeit", lässt Vassilakou dem STANDARD ausrichten. Der Umgang mit Sharing-Konzepten stelle Städte vor große Chancen und Herausforderungen. "Ob Airbnb, Leihräder, E-Scooter, Carsharing – immer mehr Sharing-Konzepte erobern die Städte."

    Im Rahmen der Expo biete sich die "hervorragende Gelegenheit, die Erfahrungen anderer Städte kennenzulernen und sich auszutauschen, wie in den jeweiligen Städten mit dem Thema umgegangen wird". Dabei geht es Vassilakou vor allem auch darum, den Wiener Standpunkt in diesen Fragen zur Diskussion zu stellen. "Gerade im Bereich der Mobilität sind Sharing-Modelle sehr erfolgreich und konform mit den Zielen der Stadt, wie zum Beispiel das Carsharing in Wien mit weit über 100.000 Nutzern." Andere Bereiche aber, wie beispielsweise die kurzfristige Vermietung von Wohnungen an Touristen über Plattformen wie Airbnb und Co, "bedürfen Regelungen, damit nicht negative Effekte für die Stadt entstehen." Hier tut sich die Stadt Wien bekanntlich etwas schwer, vernünftige Lösungen zu finden. In der Bauordnung soll nun verankert werden, dass Airbnb-Vermietungen außerhalb von Wohnzonen untersagt sind. Sich umzuhören, welche Lösungen andere Städte fanden, kann kein Fehler sein.

    Stadler nur mit Kurzbesuch

    Nur kurz wird heuer der St. Pöltener Bürgermeister Matthias Stadler, an sich Dauergast auf der Expo Real, nach München kommen. Die Eröffnung am Montag werde sich wohl ausgehen, dann muss der Bürgermeister aber gleich nach Brüssel reisen, wo ein Arbeitstreffen des Ausschusses der Regionen in der Europäischen Union ruft, sagt sein Sprecher. (mapu, 3.10.2018)

    • Ein Foto vom Auftritt am Wiener Stand im Jahr 2013. Heuer will Maria Vassilakou nicht vortragen, sondern diskutieren.
      foto: dmv

      Ein Foto vom Auftritt am Wiener Stand im Jahr 2013. Heuer will Maria Vassilakou nicht vortragen, sondern diskutieren.

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