Die ersten ausländischen Hilfsgüter kommen in Indonesien an

    4. Oktober 2018, 11:12
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    Viele Bewohner der Insel Sulawesi sind nach der Naturkatastrophe auf Unterstützung von außerhalb angewiesen

    Palu – Mittlerweile sind die ersten Hilfsgüter in Palu auf der indonesischen Insel Sulawesi angekommen. Nach dem Erdbeben und dem Tsunami fehlt es vielen Bewohnern am Nötigsten. Das ganze Ausmaß der Katastrophe lässt sich nach wie vor nicht abschätzen, doch mittlerweile sprechen die Behörden von mehr als 1.400 Toten.

    Als ob die katastrophale Situation auf der Insel nicht ausreichte, kam es während der vergangenen Tage immer wieder zu Plünderungen von Geschäften. Er habe dennoch Reis, Öl, Zucker und Eier aus Makassa, einer Stadt im Süden der Insel, bestellt und wolle sein Geschäft wieder öffnen, erzählt Mastur, der Inhaber eines Geschäfts.

    Nach wie vor Vermisste

    Der Sprecher des nationalen Katastrophenschutzes bezifferte die Zahl der Toten am Donnerstag auf mindestens 1.424. Mehr als 2.500 Menschen waren schwer verletzt und mindestens 113 wurden offiziell vermisst. Die tatsächliche Zahl der Todesopfer liegt wohl noch deutlich höher, längst sind nicht alle Opfer aus Schlamm und Trümmern geborgen.

    Dem Katastrophenschutz zufolge verloren mehr als 70.000 Menschen entlang von Sulawesis Westküste ihre Unterkunft. Die Vereinten Nationen schätzten, dass fast 200.000 Leute auf Hilfe angewiesen sind. Aus aller Welt gab es Zusagen. Die EU-Kommission aktivierte den europäischen Katastrophenschutz, um die Hilfe zu koordinieren. Die Bundesregierung gibt 1,5 Millionen Euro.

    Sechs Meter hohe Wellen

    Besonders schlimm betroffen war die 350.000-Einwohner-Stadt Palu, wo der Tsunami am Freitagabend in drei Wellen mit bis zu sechs Metern Höhe auf die Küste getroffen war. In zwei Stadtteilen verwandelte sich der Boden bei der Katastrophe in einen weichen Brei – ein Phänomen, das als Bodenverflüssigung bekannt ist.

    Immer noch gibt es kleinere Nachbeben. Zudem brach im Nordosten der geplagten Insel noch ein Vulkan aus. Der knapp 1.800 Meter hohe Soputan schleuderte Asche bis zu vier Kilometer in die Höhe. Offenbar ging es jedoch glimpflich ab. Der Inselstaat Indonesien hat so viele aktive Vulkane wie kein anderes Land der Welt. (APA, red, 4.10.2018)

    • Die indonesische Armee hilft dabei, die frisch angekommenen Hilfsgüter zu verteilen.
      foto: ap/tatan syuflana

      Die indonesische Armee hilft dabei, die frisch angekommenen Hilfsgüter zu verteilen.

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