Perus Ex-Präsident Fujimori muss wieder ins Gefängnis

    4. Oktober 2018, 05:43
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    Höchstgericht hebte die Begnadigung auf und ordnete die sofortige Festnahme an. Nur Stunden später musste Fujimori ins Krankenhaus

    Lima – Perus Oberster Gerichtshof hat am Mittwoch die Begnadigung Ex-Präsident Alberto Fujimoris aufgehoben und dessen sofortige Verhaftung angeordnet. Der Oberste Gerichtshof stufte die Begnadigung als verfassungswidrig ein. Nur Stunden nach dem Richterspruch wurde Fujimori in ein Krankenhaus in Lima eingeliefert.

    Der frühere Staatschef (1990-2000) war Ende 2017 wegen seines schlechten Gesundheitszustands begnadigt worden. Fujimori war wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen zu einer Haftstrafe von 25 Jahren verurteilt worden, die er jetzt weiter absitzen soll. Der Ex-Präsident verbrachte bisher zehn Jahre im Gefängnis.

    Zwangssterilisationen und Polizeistaat

    In seiner Amtszeit ließ Fujimori Sicherheitskräfte rigoros gegen linke und angeblich subversive Kräfte vorgehen, das Parlament wurde entmachtet. Der Staat sah sich durch die Terrororganisation "Leuchtender Pfad" bedroht. Zudem wurden Zehntausende indigene Frauen zwangssterilisiert, um ihre Kinderzahl zu reduzieren. Sie wurden als Entwicklungshemmnis gesehen. (red, APA, dpa, 3.10.2018)

    • Bei seiner Begnadigung im Jänner 2018 musste Fujimori noch einen Rollstuhl benützen, mittlerweile ist er wieder gesundet.
      foto: apa/afp/luka gonzales

      Bei seiner Begnadigung im Jänner 2018 musste Fujimori noch einen Rollstuhl benützen, mittlerweile ist er wieder gesundet.

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