Kokosnussöl erhöht Cholesterin nicht stärker als Sonnenblumenöl

    3. Oktober 2018, 14:21
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    Indische Forscher fanden heraus: Kokosnussöl verursacht weniger oxidativen Stress als Sonnenblumenöl, bei den Cholesterinwerten herrscht Gleichstand

    Kokosnussöl enthält viele gesättigte Fettsäuren, sie erhöhen den Cholesterinwert und somit das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Aus diesem Grund greifen immer mehr Menschen aus Regionen, in denen viel mit Kokosnussöl gekocht wird, etwa in Indien, stattdessen zu Sonnenblumenöl, das mehr ungesättigte Fettsäuren enthält.

    Doch ist das gerechtfertigt? Kokosnussöl oder Sonnenblumenöl – welches Öl ist für das Herz-Kreislauf-System gesünder? Dieser Frage sind indische Wissenschafter nachgegangen. Sie haben untersucht, wie sich der regelmäßige Verzehr der verschiedenen Öle auf bestimmte Laborwerte von Patienten mit einer koronaren Herzkrankheit (KHK) auswirkt.

    Parameter bestimmt

    Dafür untersuchten die Wissenschafter 153 Männer, die zwischen 35 und 70 Jahre alt waren und an einer KHK litten. Die Patienten wurden nach ihrem Ernährungsverhalten in zwei verschiedene Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe bestand aus 73 Patienten, die länger als zwei Jahre regelmäßig Kokosnussöl zu sich nahmen, während sich die andere Gruppe aus 80 Patienten zusammensetzte, die stattdessen Sonnenblumenöl in ihren täglichen Speiseplan integriert hatten.

    Von diesen Patienten wurden Blutfette, Vitamin-C-Gehalt und andere Parameter, die auf oxidativen Stress hinweisen, bestimmt. Von oxidativem Stress ist die Rede, wenn der Körper schädliche freie Radikale nicht mehr ausreichend abfangen kann. Diese können Zellen und das Erbgut schädigen und sind an Alterungsprozessen beteiligt.

    Kokosnussöl überlegen

    Bei der Analyse der Daten fiel auf, dass sich die klassischen Blutfett-Werte nicht nennenswert zwischen den beiden Patientengruppen unterschieden. Der durchschnittliche Vitamin-C-Gehalt war jedoch bei Patienten, die Kokosnussöl verwendeten, höher als bei Patienten, die stattdessen zu Sonnenblumenöl griffen. Die Malondialdehyd-Konzentration, die ein Marker für oxidativen Stress ist, war beim Verzehr von Sonnenblumenöl höher als beim Verzehr von Kokosnussöl.

    Andere Parameter des oxidativen Stresses, wie etwa die Konzentration des körpereigenen Antioxidans Glutathion oder von Enzymen, die bei der Abwehr von oxidativem Stress beteiligt sind (wie die Glutathionperoxidase oder die Superoxid-Dismutase), unterschieden sich zwischen den Patientengruppen hingegen nicht.

    Weniger oxidativer Stress

    Das Fazit der Studie: Es gab keine Hinweise darauf, dass Kokosnussöl den Cholesterinwert stärker erhöht als Sonnenblumenöl. Stattdessen führte der Verzehr von Kokosnussöl im Vergleich zum Sonnenblumenöl-Konsum zu weniger oxidativen Stress.

    Die Forscher weisen jedoch darauf hin, dass es sich bei ihrer Studie um eine reine Beobachtungsstudie handelte. Die Blutfette und der oxidative Stress sind von vielen Parametern abhängig und somit nicht alleine auf den Konsum einer bestimmten Öl-Sorte zurückzuführen. Weitere Studien, bei denen das Nahrungsverhalten der Patienten vorgegeben und kontrolliert wird und bei denen die Patientengruppen in allen anderen Verhaltensmustern und Eigenschaften möglichst übereinstimmen, seien nötig, um diese Ergebnisse zu bestätigen. (red, 3.10.2018)

    • Untersucht wurden Patienten mit einer koronaren Herzkrankheit (KHK).
      foto: wikipedia/netojinn/(CC-Lizenz)

      Untersucht wurden Patienten mit einer koronaren Herzkrankheit (KHK).

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