Zahl der Aids-Fälle in China in einem Jahr um 14 Prozent gestiegen

    3. Oktober 2018, 12:48
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    Mehr als 820.000 Chinesen waren zum Stichtag im Juni HIV-positiv oder litten an Aids. Ein Jahr zuvor waren es noch um 100.000 weniger

    In China ist die Zahl der Aids-Fälle sowie der Infektionen mit HIV stark angestiegen. Mehr als 820.000 Menschen sind Ende Juni HIV-positiv gewesen oder litten an Aids, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsbehörden. Das sind 100.000 Menschen mehr als ein Jahr zuvor – ein Anstieg um 14 Prozent.

    Die meisten Infektionen durch Geschlechtsverkehr

    Allein im zweiten Quartal wurden mehr als 40.000 neue Fälle registriert. Die meisten Menschen infizierten sich demnach mit dem HI-Virus durch Geschlechtsverkehr. Die Zahl der Infektionen durch Bluttransfusionen sei "im Prinzip auf Null zurückgegangen", so Xinhua.

    Skandale um Bluttransfusionen

    In der Vergangenheit gab es in China immer wieder Skandale um Bluttransfusionen. Durch ein von der Regierung unterstütztes Blutspende-Programm kam es in den 1990er-Jahren in ländlichen Gegenden der Volksrepublik zu einer Aids-Epidemie. Zehntausende Menschen wurden damals infiziert, teilweise ganze Dörfer. (APA, 3.10.2018)

    • Der Kampf gegen Aids bleibt weltweit ein Thema.
      foto: jose cabezas, reuters

      Der Kampf gegen Aids bleibt weltweit ein Thema.

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