Flächenvergabe am Wiener Donaukanal beendet

    2. Oktober 2018, 19:33
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    Vier von sechs Arealen behalten die alten Pächter

    Wien – "Ich gehe davon aus, dass ich im November weiterhin Pächter von Adria und Badeschiff-Vorkaifläche bin", sagte Gerold Ecker, der Pächter der Adria Wien am Donaukanal, noch zu Beginn des Sommers. Das war damals, als er die Donauhochwasserschutz-Konkurrenz (DHK) wegen einer "intransparenten und gleichheitswidrigen Interessentensuche" verklagte – die Klage ist noch gerichtsanhängig. Die DHK ist die Eigentümerin der Flächen, sie klagt ihrerseits die bestandsfreie Übergabe der bisher von Ecker genutzten Areale ein.

    Wie der STANDARD berichtete, wurden schon im November des letzten Jahres sechs Flächen neu ausgeschrieben, deren Pachtverträge Ende Oktober enden. Anlass für die Ausschreibung war die Kritik des Rechnungshofes, wonach die bestehenden Pachtverträge teils zu günstig vergeben worden und die Vergabe intransparent erfolgt sei.

    Vier Flächen in alter Hand

    Nun steht fest, wer sich in Zukunft am Ufer des bei Gastronomen und bei Gästen beliebten Donaukanals einmieten darf. Gerold Ecker, der nicht an der Ausschreibung teilnahm, ist nicht darunter. Die Fläche der Adria Wien wurde an die noch zu gründende Waterfront GmbH vergeben. Eine ihrer Gesellschafter ist die Figar und Seiler GmbH, die unter anderem das Café Figar in Wien Neubau betreibt. Das Badeschiff samt Vorkaifläche geht an Stephanie Edtstadtler, die, ebenfalls in Neubau, das Café Fräulein besitzt.

    Die Betreiber der vier anderen ausgeschriebenen Flächen können aufatmen: Tel Aviv Beach, Feuerdorf, Central Garden und die Hafenkneipe behalten ihre Pächter. Insgesamt 50 Gastronomen hatten sich um die Zehnjahresverträge beworben. Entschieden wurde nach den Kriterien Nachhaltigkeit, Innovation, Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit. (elas, 2.10.2018)

    • Der Wiener Donaukanal hat sich als Freizeit-Hotspot etabliert. Nun steht fest, wer die begehrten Flächen bekommt.
      foto: imago/rainer mirau

      Der Wiener Donaukanal hat sich als Freizeit-Hotspot etabliert. Nun steht fest, wer die begehrten Flächen bekommt.

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