Tottenham will "Messi von Tor fernhalten"

2. Oktober 2018, 17:46
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Die Engländer stehen nach dem Selbstfaller gegen Inter unter Druck. Auf Napoli wartet die schwere Hürde Liverpool

London/Neapel – Tottenham steht vor dem Mittwoch-Schlagerspiel der Champions League gegen den FC Barcelona bereits gehörig unter Druck. Zum Auftakt gaben die Engländer gegen Inter Mailand im Finish alle Punkte aus der Hand, Barcelona hingegen fertigte Eindhoven 4:0 ab. Doch der Barca-Motor stottert derzeit, das Team von Ernesto Valverde ist in der spanischen Meisterschaft seit drei Spielen ohne Sieg.

Lionel Messi musste nach dem 1:1 gegen Athletic Bilbao, der dritten Partie in Folge ohne Erfolgserlebnis, in die Rolle des Kalmierers schlüpfen. Die Saison sei noch lang, Barca habe eine starke Mannschaft mit starken Spielen, so Messi, der eigentlich für das anstehende CL-Spiel geschont werden sollte. Weil es für seine Kollegen aber gar nicht lief, musste er als Joker ran – und bereitete den Ausgleich durch Munir vor.

Motivierter Coach

Im Londoner Wembley-Stadion hoffen die Katalanen nun, wieder ihr CL-Gesicht zeigen zu können. Wobei: PSV Eindhoven dürfte beim 4:0 – inklusive dreier Messi-Tore – kein wirklicher Gradmesser gewesen sein. "Wenn wir gewinnen, schaut es sehr gut aus. Wenn wir verlieren, wäre es sehr schlecht", umriss Valverde die Ausgangslage. "Wir wissen, dass wir mit einem Sieg einen großen Schritt Richtung Achtelfinale machen würden."

Tottenham-Coach Mauricio Pochettino, nach über 200 Spielen für Espanyol Barcelona eine Klubikone, ist besonders motiviert: "Ein Spiel zu gewinnen ist immer nett, gegen Barcelona aber umso mehr. Es würde sehr viel für uns bedeuten." Der Argentinier gilt als eine der heißesten Aktien am Trainermarkt, von Zeit zu Zeit wird ihm Interesse von Real Madrid nachgesagt. Den kommenden Gegner würde er nie trainieren, sagt Pochettino. "Unsere Wege gehen in unterschiedliche Richtungen. Barcelona zu trainieren ist für mich unmöglich."

Beim Gegner schätzt Pochettino einen ganz besonders: "Für mich ist Messi noch immer der beste Spieler der Welt und wird es bis zu seinem Karriereende bleiben." Er versuche erst gar nicht, eine Lösung gegen seinen Landsmann zu finden. "Ich glaube, das ist unmöglich." Seine Mannschaft müsse versuchen, sich viel in der gegnerischen Hälfte aufzuhalten – auch um Messi vom eigenen Tor fernzuhalten. "Schaffen wir das nicht, wird es schrecklich."

Napoli unter Druck

Tottenham hat die vergangenen drei Pflichtspiele gewonnen. Die Gegner hießen allerdings Brighton, Huddersfield und Watford. Dele Alli fällt wegen einer Oberschenkelverletzung weiter aus, die zuletzt angeschlagen ausgewechselten Jan Vertonghen und Mousa Dembele könnten wie Christian Eriksen ebenso passen müssen.

Bereits nach Auslosung der Hammergruppe C mit Paris Saint-Germain und Liverpool war für Napoli klar, dass jeder Punkt entscheidend sein kann. Umso enttäuschender war das 0:0 für zum Auftakt bei Salzburg-Bezwinger Roter Stern Belgrad.

Das Formbarometer vor dem Heimspiel gegen Liverpool spricht zudem nicht unbedingt für die Elf von Carlo Ancelotti. Denn während die Süditaliener das Spitzenspiel bei Juventus mit 1:3 verloren, kam Liverpool bei Chelsea immerhin noch zu einem 1:1. Davor hatte die Elf von Jürgen Klopp in der Liga alles gewonnen. Im Parallelspiel steht PSG nach der späten 2:3-Niederlage in Liverpool zu Hause gegen Roter Stern vor einem Pflichtsieg.

Schalke 04 gastiert in Gruppe D mit Guido Burgstaller bei Lok Moskau. Alessandro Schöpf, zuletzt Goldtorschütze beim ersten Ligasieg, machte die Reise in die russische Hauptstadt grippebedingt nicht mit. In Gruppe A ist Deutschlands Tabellenführer Borussia Dortmund gegen die miserabel in die Saison gestartete AS Monaco klarer Favorit und könnte nach dem Auftaktsieg genauso wie Atletico Madrid (empfängt Brügge) seine Chancen auf die Achtelfinal-Qualifikation steigern. (APA, 2.10.2018)

  • Tottenham-Coach Mauricio Pochettino ist in Barcelona eine Ikone – allerdings bei Espanyol.
    foto: apa/afp/glyn kirk

    Tottenham-Coach Mauricio Pochettino ist in Barcelona eine Ikone – allerdings bei Espanyol.

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