Staatsanwaltschaft ermittelt zu Tod eines Wiener Anwalts

2. Oktober 2018, 14:17
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Der 35-Jährige war Mitte August von einer Terrasse gestürzt. Nun wird wegen fahrlässiger Tötung gegen unbekannt ermittelt

Wien – Die Staatsanwaltschaft Wien untersucht den Tod eines Wiener Anwalts, der in der Nacht auf den 15. August unter aufklärungsbedürftigen Umständen ums Leben gekommen ist. Der 35-Jährige war von einer Terrasse gestürzt, er erlag noch am Unglücksort seinen Verletzungen. "Eine Obduktion wurde angeordnet", bestätige Nina Bussek, Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Das gerichtsmedizinische Gutachten liege noch nicht vor.

Derzeit wird laut Bussek vom Verdacht auf fahrlässige Tötung ausgegangen, wobei die Ermittlungen gegen unbekannte Täter gerichtet sind.

Erfolgreiche Karriere

Suizid erscheint ausgeschlossen. Der junge, auf Wirtschafts-, Kapitalmarkt- und Kartellrecht spezialisierte Anwalt hatte privat keine Probleme und galt als Topjurist. Er war seit über zehn Jahren in einer angesehenen, im In- und Ausland gefragten Wirtschaftskanzlei beschäftigt. Dem Vernehmen nach war er unter anderem in die Rechtsvertretung des in Wien ansässigen ukrainischen Oligarchen Dmitri Firtasch eingebunden.

Verhängnisvolle Begegnung

Wenige Stunden vor seinem Ableben hatte sich der Anwalt mit Freunden zum Abendessen in einem Lokal am Naschmarkt verabredet. Bei diesem Treffen soll er zufällig einem Bekannten begegnet sein. Dieser – so zumindest die von Zeugen geschilderte Verdachtslage – soll den Anwalt, der mit Drogen bis dahin keine Berührungspunkte hatte, zum Drogenkonsum verführt haben. Feststehen dürfte außerdem, dass der 35-Jährige nach dem Essen mit dem Bekannten weitergezogen ist.

Die von der Justiz angeordnete Obduktion soll nun klären, ob und allenfalls welche bewusstseinsverändernden Substanzen der Anwalt unmittelbar vor seinem Tod konsumiert hat und wie sich diese auf seine Psyche ausgewirkt haben könnten. Ermittelt wird weiters, wer sich zuletzt in Gesellschaft des 35-Jährigen befunden hat und ob der oder die Betreffenden das Unglück hätten verhindern können. (APA, 2.10.2018)

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