Österreichs Trio im Kampf ums NHL-Playoff

    2. Oktober 2018, 12:31
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    Vanek kehrte nach Detroit zurück – Grabner wechselte nach Arizona – Raffl stürmt weiter für Philadelphia

    Wien – Drei österreichische Eishockey-Stürmer und zwei austrokanadische Co-Trainer starten in der am Mittwoch beginnenden National Hockey League (NHL) das Rennen um den Playoff-Einzug. Thomas Vanek (34) ist zu den Detroit Red Wings zurückgekehrt, Michael Grabner (30) wechselte zu den Arizona Coyotes, Michael Raffl (29) stürmt unverändert für die Philadelphia Flyers.

    Der 34-jährige Vanek geht in seine 14. NHL-Saison und ist dafür an einen Platz zurückgekehrt, wo er schon einmal erfolgreich aufgespielt hat. In der Saison 2016/17 waren ihm in 48 Spielen für die Red Wings 15 Tore und 23 Assists gelungen, ehe er abgegeben wurde. "Ich habe es hier geliebt, es hat gut gepasst", betonte Vanek bei seiner Präsentation. In der Vorbereitung hat der Routinier von über 1.000 NHL-Spielen (inklusive Playoff) daran anknüpfen können und in drei Spielen drei Tore und einen Assist geliefert.

    Starke Testspiele der Red Wings

    Detroit hat zuletzt zweimal den Aufstieg verpasst und ist auch diesmal Außenseiter im Kampf ums Playoff. Noch dazu, da Starstürmer Henrik Zetterberg wegen Rückenproblemen seine Karriere beenden musste. In der Vorbereitung wies die Mannschaft von Trainer Jeff Blashill allerdings eine beeindruckende Bilanz von sechs Siegen in sieben Spielen auf.

    Auch die Arizona Coyotes waren im Frühjahr nur noch Zuschauer. Die Mannschaft aus Glendale war das schlechteste Team der Western Conference mit den zweitwenigsten Toren der Liga. Doch die Hoffnungen sind groß, erstmals seit 2012 wieder das Playoff zu erreichen. Viel wird von Torhüter Antti Raanta abhängen, der im Vorjahr mit Verletzungen zu kämpfen hatte. Dazu erhielt Trainer Rick Tocchet Verstärkung durch die Stürmer Alex Galtschenjuk, Vinnie Hinostroza und Grabner, der in den vergangenen zwei Saisonen 54 Tore erzielt hat.

    "In den vergangenen Jahren war er Top Ten bei den Toren im Spiel fünf gegen fünf. Er hat das geschafft, ohne die meisten oder die leichtesten Minuten zu spielen", lobte General Manager John Chayka den schnellen Flügel, der einen Dreijahresvertrag erhalten hat. "Sie haben einige gute Spielmacher und ich werde versuchen, mit meinem Speed Räume für sie zu öffnen. Ich glaube, ich passe sehr gut zu dem Stil, den sie spielen wollen", meinte Grabner.

    Vertraute Umgebung für Raffl

    Eine vertraute Umgebung gibt es für Michael Raffl in Philadelphia. Der Villacher, dessen Vertrag nach dieser Saison ausläuft, hat in Philly bisher mit seiner Vielseitigkeit überzeugt. "Sie sind froh, dass sie einen Spieler haben, den sie überall einsetzen können. Sie wollen halt, dass ich meine Produktion steigere, was verständlich ist", erklärte Raffl. Mit einem Doppelpack hat er zumindest im letzten Testspiel diese Vorgaben erfüllt.

    Die Flyers gelten als Playoff-Mannschaft mit einer guten Mischung aus hochklassigen Routiniers, angeführt von Claude Giroux, und hochtalentierten Youngstern wie die Stürmer Nolan Patrick und Travis Konecny und die Verteidiger Iwan Proworow und Shayne Gostisbehere.

    Österreichs Stürmertrio startet jeweils am Donnerstag in die Saison. Detroit hat die Columbus Blue Jackets zu Gast, für die Vanek in der zweiten Hälfte der abgelaufenen Saison gespielt hat. Arizona gastiert bei den Dallas Stars, Philadelphia bei den Vegas Golden Knights, dem Finalisten der Vorsaison.

    Als Assistant Coaches agieren in dieser Saison die ehemaligen österreichischen Teamspieler Manny Viveiros (21 Länderspiele) und Don Nachbaur (2). Viveiros hat als Spieler mit dem VSV viermal die Meisterschaft gewonnen, als Trainer führte er den KAC 2008/09 zum Titel und war von 2011 bis 2014 österreichischer Teamchef. Nach dem Titelgewinn mit den Swift Current Broncos in der kanadischen Juniorenliga WHL stieg er in den Betreuerstab von Todd McLellan bei den Edmonton Oilers auf. Nachbaur, der Anfang der 90er-Jahre vier Saisonen für den EC Graz gespielt hat, geht in sein zweites Jahr als Co-Trainer von John Stevens bei den Los Angeles Kings. (APA, 2.10.2018)

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      grafik: apa
    • Thomas Vanek in Detroit.
      foto: apa/afp/getty images/gregory sha

      Thomas Vanek in Detroit.

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