Fast 6.000 Einfamilienhäuser im ersten Halbjahr verkauft

    2. Oktober 2018, 10:13
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    Der Durchschnittspreis legte um 6,1 Prozent zu, im Fünfjahresvergleich zeigt sich ein Anstieg von 27,1 Prozent

    Nach einem Rückgang im Jahr 2017 kauften im ersten Halbjahr 2018 wieder mehr Österreicherinnen und Österreicher ein bestehendes Einfamilienhaus. 5.919 Transaktionen wurden im amtlichen Grundbuch eingetragen, das waren 983 mehr als im ersten Halbjahr 2017. Die Käufer bezahlten dafür in Summe 1,66 Milliarden Euro, 325 Millionen (+24,4 Prozent) mehr als im Vergleichszeitraum 2017. Diese Zahlen gab das Maklernetzwerk Remax am Dienstag bekannt.

    Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2017 wechselten 10.952 Einfamilienhäuser den Besitzer, das war ein Rückgang um 648 Einheiten gegenüber 2016. Die kumulierten Kaufpreise lagen allerdings auch 2017 wieder über 2016, nämlich um 2,3 Prozent (insgesamt 2,92 Milliarden Euro).

    Kaufpreise legten um 6,1 Prozent zu

    Der typische Preis pro Haus lag im ersten Halbjahr 2018 österreichweit bei 236.898 Euro, nach 223.364 Euro im ersten Halbjahr 2017. Im Fünfjahresvergleich zeigt sich ein Preisanstieg um 27,1 Prozent. In allen Bundesländern außer Tirol stiegen zuletzt die Preise, so Remax mit Bezug auf eine Auswertung der Grundbuchdaten, durchgeführt von Immo United.

    "Es besteht zwar weiterhin eine sehr gute Nachfrage, aber im Gegensatz zum Vorjahr hat sich die Angebotssituation für Einfamilienhäuser in vielen Regionen leicht entspannt", wird Remax-Austria-Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer zitiert.

    Meiste Transaktionen in Niederösterreich

    28 Prozent aller gehandelten Einfamilienhäuser stehen in Niederösterreich, wo die relative Mehrheit der Transaktionen (180) im Bezirk Gänserndorf stattfand, gefolgt von Wiener Neustadt (Stadt und Land) und Baden.

    Mit einem Plus von 11,9 Prozent sind die Preise in Niederösterreich "ungewöhnlich stark gestiegen", so Remax. Man zahlte im ersten Halbjahr im Schnitt 199.256 Euro für ein typisches niederösterreichischen Eigenheim. Im Fünfjahresvergleich zeigt sich aber mit einem Plus von 32,8 Prozent eine nicht ganz so dramatische Entwicklung. Ein Viertel aller verkauften Einfamilienhäuser in Niederösterreich kostete weniger als 100.000 Euro, ein Viertel allerdings auch mehr als 290.000 Euro.

    Teuerste Häuser in Wien und Tirol

    Dank des "Ausnahmemarkts" Kitzbühel waren die höchsten Durchschnittspreise nach Wien wieder in Tirol zu verzeichnen. Dort war ein zwischen Jänner und Juni 2018 verbüchertes Einfamilienhaus 520.751 Euro wert, rund 1,3-mal so viel wie eines in Salzburg oder Vorarlberg und 3,8-mal so viel wie im Burgenland.

    Wien liegt mit einem Durchschnittspreis von 585.037 Euro an erster Stelle, das ist ein Plus von 14 Prozent und ein neuer Höchstwert, berichtet Remax. Gehandelt wurden in Wien im ersten Halbjahr 205 Einfamilienhäuser, die meisten davon in den Bezirken Donaustadt (63), Floridsdorf (36) und Liesing (22).

    Im Bezirk Kitzbühel sank der Durchschnittspreis zuletzt zwar, er liegt aber immer noch bei 1,3 Millionen Euro. Da dort nicht weniger als 83 Einfamilienhäuser gehandelt wurden, treibt das den Tiroler Durchschnittspreis enorm in die Höhe. Dass auch der typische Preis eines Innsbrucker Einfamilienhauses erstmals knapp über einer Million Euro liegt, fällt bei den dort gehandelten elf Einheiten statistisch nicht mehr sonderlich ins Gewicht.

    Laut Remax werden derzeit übrigens in ganz Österreich 10.750 Einfamilienhäuser zum Kauf angeboten, etwa 8,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Gebaut (bzw. baubewilligt) werden jedes Jahr noch viel mehr – nämlich rund 17.000. (red, 2.10.2018)

    • Der typische Preis für ein Einfamilienhaus lag im ersten Halbjahr 2018 österreichweit bei 236.898 Euro, nach 223.364 Euro im ersten Halbjahr 2017.
      foto: getty images/istockphoto

      Der typische Preis für ein Einfamilienhaus lag im ersten Halbjahr 2018 österreichweit bei 236.898 Euro, nach 223.364 Euro im ersten Halbjahr 2017.

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