Trump wollte bei Pressekonferenz nicht über Kavanaugh reden

    2. Oktober 2018, 10:27
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    Der US-Präsident ging nicht auf Fragen einer Journalistin ein und beschimpfte ihre Kollegin

    Das Thema war der neue Freihandelsvertrag, auf den sich die USA, Kanada und Mexiko in der Nacht auf Montag geeinigt haben. US-Präsident Donald Trump zeigte sich gutgelaunt, erklärte sogar, diesmal wolle er die Hauptstadt Washington nicht wie sonst als "Sumpf" bezeichnen.

    Doch die Pressevertreter, die Trump in den Rosengarten des Weißen Hauses geladen hatte, wollten vom Präsidenten wissen, was er zu der geplanten Untersuchung der Bundespolizei FBI gegen Brett Kavanaugh, seinen umstrittenen Kandidaten für das US-Höchstgericht, hält.

    "Eine Handelsfrage. Wer hat eine Frage zum Handel?", blockte der Präsident ab und wies seine Mitarbeiter an, das Mikrofon einer anderen Journalistin zu geben. Als schließlich ABC-Reporterin Cecilia Vega an der Reihe war, witzelte der Präsident: "Sie ist erschrocken, weil ich sie ausgewählt habe." Vega entgegnete: "Ich denke nicht, dass ...", wurde aber von Trump unterbrochen: "Ich weiß, dass Sie nicht denken, Sie tun es nie."

    Schlußendlich blieb es dem Präsidenten aber nicht erspart, auch Fragen zum der geplanten Untersuchung des FBI zu beantworten: Die Bundespolizei solle jeden befragen, dessen Befragung sie für nötig erachte, erklärte der Präsident. Er wolle aber, das dies schnell und nach den Vorstellungen seiner Republikaner im Senat gehe. Kavanaugh sei ein guter Mann und werde unfair behandelt. Sollte das FBI jedoch dennoch etwas entdecken, "werde ich das berücksichtigen." (red, 2.10.2018)

    • Die Pressekonferenz im Rosengarten.
      foto: apa/afp/jim watson

      Die Pressekonferenz im Rosengarten.

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