Kimberger fordert nach Schulpaket Ende der "Reformitis"

    2. Oktober 2018, 08:45
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    Der Christgewerkschafter beurteilt das Pädagogikpaket im Ö1-"Morgenjournal" grundsätzlich aber vorsichtig positiv

    Wien – Vorsichtig positiv beurteilt der Chef der Pflichtschullehrergewerkschaft, Paul Kimberger, das Pädagogikpaket der türkis-blauen Regierung – es gebe Schritte in die richtige Richtung. Aber er verweist auch darauf, dass das Paket noch nicht beschlossen worden ist, der Gesetzesentwurf sei erst einmal in Begutachtung geschickt.

    Man wolle nun das Vorhaben genau prüfen, wenn notwendig, müsse es dann noch Änderungen geben, sagte Kimberger im Ö1-"Morgenjournal" am Dienstag. Aus seiner Sicht fehle etwa noch "ein Beurteilungsraster".

    Notenwahrheit gefragt

    Die Wiedereinführung von Ziffernnoten ab der zweiten Volksschulklasse findet Kimberger gut, auch dass es davor weiterhin eine alternative Leistungsbeurteilung gebe – weil Kinder in diesem Alter oft noch wesentliche Fortschritte machen. Sitzenbleiben sei in diesen Schulstufen keinesfalls "ein Massenphänomen", beruhigt er.

    Grundsätzlich geht es dem Christgewerkschafter um "Notenwahrheit" – auch um den Druck von Lehrern wegzubekommen. In der vierten Volksschulklasse würden Eltern nämlich oft inakzeptable Ansprüche stellen, wenn es um das Abschlusszeugnis gehe.

    Angesichts des jüngsten Schulpakets fordert Kimberger aber auch: "Es muss endlich Schluss sein mit der Dauerreformitis" – denn es gelte, dann auch wieder eine gewisse "Entschleunigung in die Pädagogik" zu bringen. (Nina Weißensteiner, 2.10.2018)

    • Vorsichtig positiv beurteilt der Chef der Pflichtschullehrergewerkschaft, Paul Kimberger, das Pädagogikpaket der türkis-blauen Regierung.
      foto: apa / hans klaus techt

      Vorsichtig positiv beurteilt der Chef der Pflichtschullehrergewerkschaft, Paul Kimberger, das Pädagogikpaket der türkis-blauen Regierung.

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