Bis zu fünf Millionen Betroffene bei Facebook-Hack aus EU

    2. Oktober 2018, 07:48
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    Weniger als zehn Prozent der 50 Millionen weltweit – Unternehmen verspricht "bald" neue Informationen

    Von den fast 50 Millionen von einem Hacker-Angriff betroffenen Facebook-Nutzer stammen weniger als zehn Prozent, das sind maximal 5 Millionen, aus der Europäischen Union. Das teilte die zuständige irische Datenschutzbehörde am Montagabend bei Twitter mit. Facebook habe zugesichert, "bald" ausführlichere Informationen liefern zu können, hieß es in der knappen Stellungnahme weiter.

    Hintergrund

    Facebook hatte am Freitag mitgeteilt, dass unbekannte Angreifer vollen Zugriff auf fast 50 Millionen Profile bei dem Online-Netzwerk erlangt hatten. Die Basis dafür war der Diebstahl digitaler Schlüssel, mit denen man in einen Account kommt, ohne dafür das Passwort eingeben zu müssen.

    Die Hacker hätten auch Zugang zu anderen Online-Diensten bekommen können, bei denen sich die Nutzer mit ihrem Facebook-Login anmeldeten, räumte Facebook ein. Die Lücke sei am Donnerstag geschlossen worden und nach bisherigen Erkenntnissen hätten die Angreifer nicht versucht, private Nachrichten abzurufen oder etwas im Namen der Nutzer bei Facebook zu posten, hieß es.

    Information

    Facebook hatte die irischen Datenschützer bereits vergangene Woche unterrichtet. Die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sieht eine Benachrichtigung der Behörden binnen drei Tagen vor. Unternehmen drohen nach der DSGVO bei Verstößen gegen Datenschutzregeln Strafen von bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes – das wären im Fall von Facebook 1,6 Milliarden Dollar nach Zahlen von 2017. (APA, 2.10.2018)

    • Der Facebook-Hack sorgt weiter für Aufregung.
      foto: dado ruvic / reuters

      Der Facebook-Hack sorgt weiter für Aufregung.

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