Europa bei Ryder Cup in Not – USA führen nach Vierball 3:1

28. September 2018, 16:17
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Molinari/Fleetwood verhinderten "Nullnummer" – Wiesberger: "Kein Traumergebnis" – Am Nachmittag folgten klassische Vierer

Guyancourt – Europas Ryder-Cup-Team hat beim Heim-Event in Paris einen Fehlstart erwischt. Nach den Fourballs am Freitag-Vormittag führt Titelverteidiger USA 3:1, den einzigen Punkte für die Gastgeber schafften Franceso Molinari/Tommy Fleetwood ausgerechnet gegen Superstar Tiger Woods und Masters-Champ Patrick Reed mit 3&1. Am Nachmittag folgten im Le Golf National die klassischen Vierer.

Und diese gelten durchaus als Stärke der Europäer, die zuletzt vor 25 Jahren ein Heimmatch im Ryder Cup verloren haben. "Das ist natürlich kein Traumergebnis", sagte Bernd Wiesberger, der für Sky vor Ort als TV-Experte agiert. Der Österreicher hatte auf dem Ryder-Cup-Platz 2015 seine größten Sieg auf der European Tour eingefahren, ist aber derzeit verletzt. Was den Burgenländer am meisten überraschte war, "dass Rory McIlroy ohne Birdie raus geht und die Partie überraschend klar verloren geht. Es wird spannend, wie er am Nachmittag darauf reagiert."

Umso wichtiger sei gewesen, dass Molinari/Fleetwood am Ende noch den einen Punkt gesichert hätten, meinte Wiesberger. "Sie haben den Punkt genau geholt, als die ersten Nachmittags-Flights auf den Platz gekommen sind. Das war moralisch wichtig", war Wiesberger überzeugt. "Die Marschrichtung muss jetzt sein, Punkte zurück zu holen."

Nach anfänglicher Dominanz der Gastgeber gaben die Amerikaner am ersten Tag des 42. Kontinentalvergleichs der besten Golfer aus Europa und den USA zunehmend das Tempo vor. Den ersten US-Punkt holten deshalb der Weltranglistenerste Dustin Johnson und Rickie Fowler gegen McIlroy und Thorbjörn Olesen mit 4&2, obwohl sie erst als zweiter Flight gestartet waren.

Auch das US-Duo Tony Finau/Brooks Koepka siegte gegen Justin Rose und den Spanier Jon Rahm. Und zwar mit 1 auf, obwohl die beiden Europäer zwischendurch schon zweimal zwei Löcher vorne gelegen waren. Das dritte Match gewannen Jordan Spieth und Justin Thomas gegen die beiden Engländer Paul Casey und Tyrrell Hatton ebenfalls 1 auf.

Dass dann ausgerechnet Woods und der aktuelle US-Masters-Sieger Reed nach Gleichstand auf Loch 14 noch klar verloren, überraschte, könnte für die Europäer aber noch enorm wichtig werden. Woods wirkte beim Ryder-Cup-Comeback ein wenig überspielt und agierte unpräzise. "Sein Sieg zuletzt hatte aber keinen Einfluss auf heute", war Wiesberger überzeugt. "Fleetwood und Molinari haben auf den letzten drei Löchern einfach eiskalt gespielt. Da ist es egal, ob man Johnson, Woods oder Fowler heißt." (APA; 28.9.2018)

  • Stimmung in Paris.
    foto: apa/afp/franck fife

    Stimmung in Paris.

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