16-Jähriger, der Apple hackte, muss nicht ins Gefängnis

    28. September 2018, 10:07
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    Der Australier wurde stattdessen zu acht Monaten auf Bewährung verurteilt. Apple zufolge habe er keinen Zugriff auf Kundendaten gehabt

    Ein junger Hacker hat es geschafft, in Apples internes Netzwerk einzubrechen und über ein Jahr lang unbemerkt mehr als 90 GByte an Daten zu sammeln. In einem Ordner namens "hacky hack hack" sammelte er Anleitungen dazu. Nun entschied ein australisches Gericht, dass der Teenager, der nun 18 Jahre alt ist, nicht ins Gefängnis muss. Er war 16 Jahre alt, als er das erste Mal eindrang. Stattdessen wurde er zu acht Monaten Bewährungszeit verurteilt.

    Großer Fan

    Vor Gericht sagte er aus, dass er in Wahrheit ein großer Apple-Fan sei und immer schon bei dem Unternehmen arbeiten wollte. Er liebe die Informatik – so zu tun, als wäre er ein Mitarbeiter des Konzerns und ins Netzwerk einzubrechen sei süchtigmachend. Er hatte es auch geschafft, an Autorisierungsschlüssel der Firma zu gelangen, wodurch er sich als fremder Nutzer anmelden konnte. Apple betont, dass keine Kundendaten gestohlen wurden. Der heute 18-jährige hackte im Zeitraum Juni 2015 bis November 2016 und dann wieder ab April 2017.

    Keine Namensnennung

    Die Firma hatte zuvor versprochen, zurückhaltend vorzugehen. Sein Name wurde nicht veröffentlicht, da er zum Zeitpunkt der Tat noch minderjährig war. Zudem ist er laut seinem Anwalt in Hackerkreisen sehr bekannt, weswegen eine Nennung eine Gefahr für ihn sein könnte. (red, 28.9.2018)

    • Apple entschied sich, zurückhaltend vorzugehen.
      foto: apa/afp/josh edelson

      Apple entschied sich, zurückhaltend vorzugehen.

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