Austria eliminiert Cup-Titelverteidiger Sturm

    26. September 2018, 22:51
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    Die Wiener dürfen nach einem nicht unglücklichen, aber abgebrühten 2:0-Sieg weiter auf ein Heimfinale hoffen. Für Sturm setzt es den nächsten Rückschlag

    Wien – Austria Wien hat den Schlager der zweiten Cup-Runde gegen Titelverteidiger Sturm Graz in der Generali-Arena schmeichelhaft für sich entschieden. Der 27-fache Cupsieger gewann 2:0 (0:0) und rehabilitierte sich damit für die 0:3-Niederlage gegen den LASK am Wochenende. Kevin Friesenbichler (62.) und Dominik Prokop (65.) erlösten die nur 8.854 Zuschauer.

    Für Sturm setzte es trotz einer starken ersten Hälfte nach dem Heim-1:2 gegen Mattersburg den nächsten Tiefschlag. Die Austria darf hingegen weiter vom Finale im eigenen Stadion träumen. Den Achtelfinal-Gegner erfahren die Veilchen am Sonntag, Spieltermine sind der 30. und 31. Oktober.

    Bei der Austria stand Ex-Grazer James Jeggo erstmals von Beginn an auf dem Feld. Mit Friesenbichler, Prokop und Thomas Salamon setzte Thomas Letsch insgesamt auf vier neue Spieler. Bei den Steirern rückten der genesene Stefan Hierländer und Fabian Koch in die Startformation.

    Pentz am Posten

    Nach einer starken Anfangsphase der Wiener übernahm Sturm mit Fortdauer der Partie zunehmend das Kommando. Den ersten Versuch von Stefan Hierländer konnte Michael Madl blocken, danach bewahrte Austria-Goalie Patrick Pentz die Violetten gleich mehrmals vor einem Rückstand. Nach eine Viertelstunde lenkte er einen Schuss von Otar Kiteishvili in höchster Not über die Latte. Acht Minuten vor der Pause vereitelte Pentz eine Kombination der Ex-Austrianer Fabian Koch und Philipp Hosiner, der aus kurzer Distanz völlig frei zum Kopfball kam.

    Die erste Möglichkeit nach Seitenwechsel gehörte erneut den Gästen, doch Hosiner und Kiteishvili übertrieben es mit dem Kombinationsspiel und vertändelten den Abschluss (50.).

    Doppelschlag zur Entscheidung

    Nach einer Stunde wurden die ersten zaghaften Offensivbemühungen der Wiener gleich belohnt. Zunächst wurde ein Volleyschuss von Florian Klein von der Sturm-Abwehr zur Ecke geblockt (61.). Aus der fiel die Führung. Madl legte nach Flanke von Uros Matic auf Friesenbichler ab, der den Ball über die Linie drückte. Drei Minuten später bediente der Torschütze Prokop mit einem Lochpass ideal, der 21-Jährige schob ohne Probleme zum 2:0 ein.

    Der Doppelschlag erwies sich als Wirkungstreffer für die Grazer, die danach kaum noch zu Torchancen fanden. Anastasios Avlonitis kam dem Tor erst nach weiteren zwölf Minuten mit einem Kopfball neben das Tor nahe. In der 87. Minute rettete Pentz dann noch einmal vor Peter Zulj. (APA, 26.9.2018)

    ÖFB-Cup, 2. Runde, Mittwoch

    Austria Wien – Sturm Graz 2:0 (0:0)
    Generali-Arena, 8.854 Zuschauer

    Torfolge:
    1:0 Friesenbichler (62.)
    2:0 Prokop (65.)

    Austria: Pentz – Klein, Madl, Schoissengeyr, Salamon – Ebner (69. Demaku), Jeggo, Matic – Grünwald, Prokop (91. Ewandro) – Friesenbichler (80. Monschein)

    Sturm: Siebenhandl – Spendlhofer, Avlonitis, Maresic (69. Grozurek) – Koch, Lackner, Zulj, Hierländer – Kiteishvili – Huspek, Hosiner (76. Eze)

    Auslosung Achtelfinale (30./31. Oktober) am 30. September in "Sport am Sonntag" (18 Uhr, ORF 1)

    Stimmen:

    Thomas Letsch (Austria-Trainer): "Im Cup geht es darum weiterzuziehen. Unabhängig von der Leistung haben wir gegen den Titelverteidiger gewonnen. Zu Beginn des Spiels haben wir es ordentlich gemacht, sind aber dann viel zu passiv geworden, haben uns zu sehr reindrängen lassen. Das war zweite Halbzeit deutlich besser, da waren wir wieder auf Augenhöhe. Wir haben zum richtigen Zeitpunkt das 1:0 gemacht."

    Heiko Vogel (Sturm-Trainer): "Die Enttäuschung ist groß, noch größer aufgrund der Leistung, die wir gebracht hatten. Wir haben drei Torschüsse zugelassen, zwei waren drin. Die Austria muss sich bei einem überragenden Pentz bedanken, den zweiten Ball hat er mirakulös gehalten. Wir waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft, aber haben unsere Chancen nicht genutzt. Wir müssen konsequent weiterarbeiten, dann ist vielleicht das Momentum einmal auf unserer Seite."

    • Wer die Tore nicht schießt ...

      Wer die Tore nicht schießt ...

    • Trotz sehr guter Möglichkeiten der Grazer jubelten am Ende die Wiener.
      foto: apa/expa/ florian schroetter

      Trotz sehr guter Möglichkeiten der Grazer jubelten am Ende die Wiener.

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