Rapid biegt Mattersburg 5:4 im Elferschießen

    26. September 2018, 21:48
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    Burgenländer schrammten nur knapp an Überraschung vorbei

    Mattersburg – Rapid hat sich ins Cup-Achtelfinale gezittert. Die Hütteldorfer kamen am Mittwoch gegen Mattersburg erst im Elfmeterschießen weiter, nach 120 Minuten war es 1:1 gestanden. Die Gäste gingen durch Christoph Knasmüllner (38.) in Führung, Marko Kvasina (45.+2) gelang per Strafstoß der Ausgleich. Den entscheidenden Elfmeter verschoss Lukas Rath.

    Die Partie begann mit einer Topchance für die Gäste – nach schöner Vorlage von Knasmüllner scheiterte Deni Alar an Mattersburgs Schlussmann Markus Kuster. Schon zwei Minuten später hatte Rapids Innenverteidiger Mateo Barac Glück, dass er nach unfreiwilligem Zusammenspiel mit Goalie Richard Strebinger kein Eigentor produzierte. In der 16. Minute war Strebinger bei einer Gelegenheit von Kvasina aus kurzer Distanz zur Stelle.

    Danach plätscherte die Partie dahin, ehe Marvin Potzmann in der 38. Minute mit einem sehenswerten Lupfer Knasmüllner freispielte – der Ex-Admiraner nahm die Vorlage mit der Brust mit und traf zum 1:0 für die Wiener. Kurz vor der Pause jedoch fanden die Mattersburger durch ein Gastgeschenk wieder zurück ins Match. Einer ungeschickten Attacke von Stephan Auer an Julius Ertlthaler folgte ein Elfmeter, den Kvasina souverän verwandelte.

    Nach dem Seitenwechsel startete Rapid stark – Kuster musste bei Schüssen von Dejan Ljubicic (48.) und Stefan Schwab (49.) sein ganzes Können aufbieten. Damit war das Pulver der feldüberlegenen Gäste auch schon wieder verschossen und im Pappelstadion machte sich Ereignislosigkeit breit, die vorerst nur durch einen Kvasina-Kopfball neben das Tor nach Strebinger-Vorlage (63.) und ein Abseitstor von Ljubicic (67.) unterbrochen wurde.

    Erst gegen Ende der regulären Spielzeit nahm die Partie kurzfristig wieder an Fahrt auf. Ein Schuss des eingewechselten Martin Pusic aus relativ spitzem Winkel verfehlte das Ziel (82.), praktisch im Gegenzug musste sich Kuster bei einem Versuch von Thomas Murg ordentlich strecken. In der darauffolgenden Verlängerung gab es nur eine vielversprechende Gelegenheit, als Kuster einen abgefälschten Murg-Weitschuss mit den Fingerspitzen an die Latte drehte (119.).

    Im Elfmeterschießen scheiterte zunächst Murg an Kuster. Daniel Kerschbaumer hätte Mattersburg als fünfter Schütze seines Klubs ins Achtelfinale befördern können, traf aber nur die Latte. Danach verwandelte Ljubicic, und Rath fand in Strebinger seinen Meister. Damit hielt Rapid die Chance auf den ersten Titel seit dem Gewinn der Meisterschaft 2008 und den ersten Cupsieg seit 1995 aufrecht, was auch Trainer Goran Djuricin wieder eine Atempause verschaffte. (APA, 26.9.2018)

    ÖFB-Cup, 2. Runde, Mittwoch:

    SV Mattersburg – SK Rapid Wien 4:5 i. E., 1:1 n. V. (1:1, 1:1)

    Torfolge:
    0:1 Knasmüllner (38.)
    1:1 Kvasina (45.+2/Elfmeter)

    Mattersburg: Kuster – Kerschbaumer, Ortiz (46. Hart), Malic, Rath, Lercher – Jano, Erhardt – Ertlthaler (92. Renner), Gruber (103. Höller) – Kvasina (73. Pusic)

    Rapid: Strebinger -Auer (100. Müldür), Sonnleitner, Barac, Potzmann – D. Ljubicic, Schwab – Murg, Knasmüllner (67. Pavlovic), Berisha (46. Ivan) – Alar

    Stimmen

    Goran Djuricin (Rapid-Trainer): "Ich bin hochzufrieden, im Cup zählt nur das Weiterkommen. Am Schluss haben wir Glück gehabt, aber wir haben den Aufstieg auch verdient."

    Richard Strebinger (Rapid-Tormann): "Das gibt der ganzen Mannschaft Auftrieb, ein Ausscheiden wäre extrem bitter gewesen. Jetzt müssen wir den Schwung für Samstag gegen St. Pölten mitnehmen."

    Stefan Schwab (Rapid-Kapitän): "Das war ganz wichtig für den Verein, jedem fällt ein bisschen ein Stein vom Herzen. Es war ein kleines Endspiel, und wir haben mit ein bisschen Glück gewonnen."

    Klaus Schmidt (Mattersburg-Trainer): "Das Ausscheiden tut weh, aber wir haben hervorragenden Fußball gespielt und den Leuten eine Party geboten."

    • Mit einem Elfer von Marko Kvasina stellten die Mattersburger noch in Halbzeit eins auf 1:1. Bis zum Ende der Verlängerung sollte kein Treffer mehr fallen.
      foto: apa/expa/alexander forst

      Mit einem Elfer von Marko Kvasina stellten die Mattersburger noch in Halbzeit eins auf 1:1. Bis zum Ende der Verlängerung sollte kein Treffer mehr fallen.

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