20 Jahre nach Desaster: Jubiläumsstart der Ariane-5 geglückt

    26. September 2018, 12:49
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    Zum 100. Mal hob eine Ariane-5 ab – Nachfolgerin ist bereits in Entwicklung

    foto: apa/afp/jody amiet
    Vertraut gewordener Anblick: Einmal mehr ist eine Ariane-5 gestartet und hat ihre Aufgabe wie geplant absolviert.

    Kourou – Seit 1996 im Einsatz, setzte es für die leistungsstärkste Trägerrakete, die der europäischen Raumfahrtagentur ESA zur Verfügung steht, nun ein Jubiläum: Zum 100. Mal ist eine Rakete vom Typ Ariane-5 ins All gestartet. Arianespace-Leiter Stephane Israel schrieb von einem Meilenstein.

    Die Rakete hob in der Nacht auf Mittwoch vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana ab und hatte zwei Satelliten an Bord, die gemeinsam 9,9 Tonnen wogen. An beiden ist der große Betreiber Intelsat beteiligt: Beim Satelliten Horizons 3e arbeitet er mit einem japanischen Unternehmen zusammen, bei Azerspace-2/Intelsat 38 mit einem Betreiber aus Aserbaidschan. Die Mission zum Aussetzen der Satelliten auf ihren Orbits dauerte etwa 42 Minuten.

    Erfolgsstory nach verpatzter Premiere

    Die erste Ariane 5 war 1996 ebenfalls von Kourou gestartet – diese Premiere endete allerdings im Desaster: Die Rakete kam kurz nach dem Start vom Kurs ab und explodierte. Unter den 100 Flügen war noch ein weiterer kompletter Fehlschlag, 2002 musste eine Rakete im Flug gesprengt werden. Seitdem hat sich die Ariane 5 aber einen Ruf als sehr zuverlässige Rakete erworben.

    Ariane-Raketen transportierten laut Arianespace bereits mehr als 200 Satelliten in den Orbit. Neben kommerziellen Aufträgen brachte die Trägerrakete etwa die Kometen-Sonde "Rosetta" für die europäische Raumfahrtagentur ESA auf den Weg. Im kommenden Monat soll sie die europäisch-japanische Merkur-Mission BepiColombo ins All fliegen.

    Die Nachfolgerin

    Die Ariane 5 wird von der ArianeGroup gebaut, einem Gemeinschaftsunternehmen des Luft- und Raumfahrtkonzerns Airbus und des französischen Triebwerkherstellers Safran. Weil neue Konkurrenz wie das US-Unternehmen SpaceX den Wettbewerb verschärft, lässt die europäische Raumfahrtagentur ESA aber bereits den Nachfolger Ariane 6 entwickeln.

    Die neue Rakete, deren Oberstufe in Bremen montiert wird, soll Fracht deutlich günstiger ins All bringen. Der Erstflug ist für Mitte 2020 geplant. Die Ariane 5 wird noch einige Jahre starten, soll dann aber schrittweise abgelöst werden. (APA, red, 26. 9. 2018)

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