Maduro sieht Chile, Kolumbien und Mexiko hinter Drohnenangriff

    25. September 2018, 08:28
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    Venezuelas Präsident legte keine Beweise für seine Behauptung vor

    Caracas – Venezuelas sozialistischer Präsident Nicolas Maduro hat den konservativen Regierungen von Chile, Kolumbien und Mexiko vorgeworfen, hinter einem Drohnenangriff vom August zu stehen. Diplomaten der drei Länder hätten sich daran beteiligt, die Angreifer zu schützen, die einen "terroristischen Akt" begangen hätten, sagte Maduro am Montag. Beweise legte er nicht vor. Chile, Kolumbien und Mexiko wiesen die Vorwürfe zurück.

    Maduro zeigte ein Video eines jungen Venezolaners, der darin angab, an dem Drohnenangriff auf den Präsidenten beteiligt gewesen zu sein. Er sei von einem Komplizen angewiesen worden, nach dem Angriff Unterschlupf in der chilenischen Botschaft zu suchen. Anschließend sollte er zur mexikanischen und später zur kolumbianischen Botschaft gebracht werden, bevor er über die Landesgrenze nach Kolumbien ausreisen sollte. Der Plan sei aber gescheitert, weil die chilenische Botschaft geschlossen gewesen sei. Reuters konnte die Angaben nicht unabhängig bestätigen.

    Ablenkungsmanöver

    Die Explosion hatte sich Anfang August ereignet, als Maduro eine Rede bei einer Militärveranstaltung in der Innenstadt von Caracas gehalten hatte. Nach Angaben von Informationsminister Jorge Rodriguez explodierten mit Sprengstoff beladene Drohnen in der Nähe der Veranstaltung. Mehrere Menschen wurden anschließend festgenommen.

    Regierungskritiker sehen in den wiederholten Anschuldigungen Maduros gegen ausländische Staaten jedoch Ablenkungsmanöver. Maduro mache immer wieder das Ausland für die Hyperinflation, Lebensmittelknappheit und Kriminalität in Venezuela verantwortlich. (Reuters, 25.9.2018)

    • Nicolas Maduro bei jener Militärveranstaltung, bei der es zum vermeintlichen Drohnenangriff kam.
      foto: apa/afp/juan barreto

      Nicolas Maduro bei jener Militärveranstaltung, bei der es zum vermeintlichen Drohnenangriff kam.

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