Trumps Handelskrieg treibt Preise von Grafikkarten in die Höhe

    24. September 2018, 10:01
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    Strafzölle auf chinesische Produkte wirken sich laut Marktforschern zunächst auf Abnehmer in den USA aus

    Die neuen Strafzölle, die die USA unter Donald Trump auf chinesische Produkte verhängen, werden sich in den USA auch auf die Preise für zahlreiche IT-Produkte wie Computerchips auswirken. Davon betroffen sind unter anderem die in den vergangenen Monaten stark schwankenden Preise für Grafikkarten. Wie die Seite Wccftech basierend auf Marktinformationen berichtet, werden US-Kunden beispielsweise für Nvidias jüngste Modelle RTX 2080 Ti und RTX 2080 um rund 80 Dollar bzw. 50 Dollar mehr zahlen müssen als laut UVP veranschlagt.

    Auswirkungen auf andere Märkte befürchtet

    Was zunächst nach einem lokalen Problem aussieht, könnte sich mittel und langfristig auch auf andere Märkte auswirken, so die Befürchtungen. Die Strafzölle, die zwar US-Bürger letztlich selbst bezahlen müssen und nicht die Hersteller, dürften nämlich für niedrigere Absätze sorgen. Dadurch werden Hersteller entweder gezwungen, ihre Margen zu schmälern – was wirtschaftlich ruinös sein könnte – oder die entgangenen Absätze durch Preisanpassungen in anderen Ländern auszugleichen.

    Schaden nicht nur für chinesische Arbeitnehmer

    Ebenso könnten chinesische Arbeitnehmer zu schaden kommen. Denn einerseits könnten große Hersteller ihre Produktion auf nicht betroffene Länder wie Taiwan auslagern und andererseits müssen kleinere Produzenten um die Tragbarkeit ihres Geschäfts bangen. Auch das könnte globale Auswirkungen haben.

    Ob es soweit kommen wird, hängt gewiss maßgeblich davon ab, wie lange die USA ihre gegen China verhängten Strafzölle aufrechterhalten wird. Aktuell ist ein regelrechter Schlagabtausch zu beobachten. (red, 24.9.2018)

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      foto: nvidia
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