Erfinder von Waffen aus 3D-Drucker wegen Sex mit Minderjähriger gesucht

    20. September 2018, 11:34
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    Cody Wilson soll mit einer 16-Jährigen verkerht haben und dürfte in Taiwan untergetaucht sein

    Seine Erfindungen haben in den letzten Jahren mehrfach für Aufregung gesorgt. Cody Wilson ist der Erfinder der ersten Schusswaffe ("Liberator"), die mit Hilfe eines 3D-Druckers produziert werden kann, und radikaler Verfechter jenes Abschnitts der US-Verfassung, die jedem Bürger prinzipiell das Recht auf das Tragen einer Waffe einräumt. Während die US-Regierung Verkauf und Verbreitung von Bauanleitungen legalisieren wollte, machte ein Bundesrichter diesem Vorhaben Ende August einen Strich durch die Rechnung. Wilson wollte trotzdem das Geschäft mit seiner Firma "Defense Disitributed" wieder aufnehmen.

    Nun hat Wilson aber ein ganz anderes Problem mit den Bundesbehörden. Seit kurzem liegt ein Haftbefehl gegen ihn vor. Er soll Sex mit einer Jugendlichen gehabt haben, schreibt die New York Times.

    Auf Onlineportal kennen gelernt

    Laut Polizei soll sich das fragliche Ereignis am 15. August in einem Hotel in Austin zugetragen haben. Demnach habe er die 16-Jährige zuvor auf einer Plattform namens "Sugardaddy Meet" kennen gelernt und sich dort zu erkennen gegeben haben. Laut Schilderung des Mädchens sei eine Treffen bei einem Café verabredet worden, von dem aus es weiter in ein Hotel ging. Danach soll Wilson ihr 500 Dollar gezahlt haben. Aufnahmen von Überwachungskameras des Hotels sollen ihn mit dem Mädchen zeigen.

    Nach Angaben der Polizei wirke das Mädchen äußerlich jünger als ihr Alter und sei schwer für volljährig zu halten. Der Fall erreichte die Polizei, nachdem es sich einem Jugendberater anvertraut hatte.

    Der Fahndungsaufruf der Polizei.

    Nicht aus Taiwan heimgekehrt

    Scheinbar ist Wilson nun allerdings abgetaucht, um sich dem Zugriff der Behörden zu entziehen. Zuletzt hielt er sich in der taiwanischen Hauptstadt Taipeh auf. Von dort hatte er bereits einen Rückflug in die USA gebucht, ist aber nie an Bord des Fliegers gegangen.

    Die Polizei von Austin erklärt, dass man bereits Pläne für den Fall erarbeitet, dass Wilson nicht freiwillig heimkehrt und sich stellt. (red, 20.09.2018)

    Update, 12:30 Uhr: Der Artikel wurde nach Durchsicht der polizeilichen Dokumentation der Aussagen des Mädchens nun klarifiziert.

    • Cody Wilson und sein "Liberator".
      foto: afp

      Cody Wilson und sein "Liberator".

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