EU-Kartellwächter nehmen Amazon wegen Datenpraktiken unter die Lupe

    19. September 2018, 16:42
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    Noch keine offizielle Untersuchung eingeleitet – Kommission hat Fragebögen verschickt

    Die EU-Kartellwächter nehmen Amazon wegen des Umgangs mit den Verkaufsdaten von Händlern auf seiner Plattform ins Visier. Die Recherche in der Sache stehe noch ganz am Anfang und es sei keine offizielle Untersuchung eingeleitet worden, sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Mittwoch in Brüssel. Man habe Fragebögen an Marktteilnehmer geschickt, um ein möglichst komplettes Bild zu erhalten.

    Kommission will Datenauswertung prüfen

    Amazon verkauft über seine Internet-Seite nicht nur Waren aus dem eigenen Lager, sondern auch die von Drittanbietern. Die Kommission geht nun der Frage nach, ob und wie der weltgrößte Online-Händler die Verkaufsdaten Dritter auswertet, um die eigenen Verkäufe anzukurbeln.

    Bei Amazon selbst war unmittelbar keine Stellungnahme zu erhalten. Vestagers Behörde kann bei Verstößen gegen EU-Wettbewerbsregeln Strafen in Höhe von bis zu zehn Prozent des weltweiten Umsatzes einer Firma aussprechen. Die Kommission ist das oberste Kartellamt in der EU. (Reuters, 19.09.2018)

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