Test und Fazit: "Bad North"

    21. September 2018, 10:00
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    Kann die Mischung aus simplifizierter Echtzeitstrategie und Roguelite funktionieren?

    Bad North ist ein äußerst simplifiziertes Echtzeit-Strategiespiel, bei dem der Spieler mit Soldatengruppen unterschiedliche Inseln vor feindlichen Angreifern beschützen muss. In jedem Level versuchen Wikingergruppen erneut das Festland zu stürmen, um zu plündern und die Häuser zu verwüsten. Mit Bogen, Lanze, Schwert und Spezialfähigkeiten muss der Spieler die Bösewichte aufhalten, um Sold zu erhalten und dieses wiederum in die eigenen Truppen zu investieren. Nur vier Einheiten können Teil der eigenen Armee sein. Stirbt eine, kann diese dann nicht mehr beim nächsten Einsatz verwendet werden, was das Spielgeschehen deutlich erschwert.

    raw fury
    Bad North im Trailer.

    Was ist gelungen?

    Die Mischung aus simpler Echtzeitstrategie und Roguelite ist gelungen. Man manövriert die eigenen Truppen in kurzweiligen Missionen umher und hat im Hinterkopf bereits die Taktiküberlegungen für die nächste Angriffswelle. Das einfache Fortschrittsystem lädt dazu ein, weitere Inseln zu besuchen, um seine Armee mit wichtigen Upgrades zu versehen.

    Auch die Visuals sind schön anzusehen. Sie erinnern etwas an das erfolgreiche Mobile-Game Monument Valley, das bereits Spielern verzaubern konnte. Durch das Spiel zieht sich ein ähnlicher Minimalismus. Sowohl bei den Visuals, als auch beim Soundtrack und der Steuerung. Letztgenanntes Element ist bei der Switch-Version gelungen – am besten spielt sich Bad North mit dem Touch-Screen der Nintendo-Konsole.

    Was ist weniger gelungen?

    Etwas mehr Spieltiefe hätte dem simplen Game dann doch gut getan. Die Auswahlmöglichkeiten bei der eigenen Truppe und beim Spiel selbst sind etwas begrenzt. Ein Fehler ist zudem folgenschwer. Passt man kurzzeitig nicht auf, wird die eigene Einheit überrannt, was Konsequenzen für das weitere Spiel hat. Zum Teil kam es während des Tests auch zu vereinzelten Bugs. Einheiten reagierten dann erst verspätet oder gar nicht.

    Fazit

    Bad North ist ein höchst simples, aber durchaus gelungenes Echtzeitstrategiespiel, das man gut zwischendurch spielen kann. Der Spielumfang ist zwar begrenzt, trotzdem laden die hübschen Visuals, der knackige Schwierigkeitsgrad und die vielfältigen Angriffswellen dann doch dazu ein, immer wieder einmal eine Insel zu besuchen, um sie vor Wikinger zu beschützen. Echtzeitstrategie-Fans, die sich auch mit leichter Kost begnügen lassen, sollten durchaus einen Blick auf Bad North werfen. (Daniel Koller, 21.09.2018)

    Hinweis im Sinne der redaktionellen Richtlinien: Das Testmuster wurde vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

    Bad North ist ab 12 Jahren für Nintendo Switch, Playstation 4 und Xbox One erschienen. UVP: 14,99 Euro.

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      foto: bad north
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