Nach rassistischem Facebook-Sager: FPÖ-Kammerrat tritt zurück

    19. September 2018, 12:47
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    Rücktrittserklärung ging schriftlich an die Arbeiterkammer Niederösterreich

    Nach einem vielfach als rassistisch und homophob beurteilten Facebook-Kommentar zur aktuellen Werbekampagne der ÖBB (DER STANDARD berichtete) ist nun der Amstettener FPÖ-Stadtrat Bruno Weber als Kammerrat zurückgetreten, berichtete die Arbeiterkammer Niederösterreich. Dies habe er der AKNÖ gegenüber schriftlich mitgeteilt, hieß es am Dienstag.

    Aufforderung zum Rücktritt

    AKNÖ-Präsident und ÖGB-NÖ-Vorsitzender Markus Wieser hatte den Freiheitlichen laut einer Aussendung in einem Gespräch aufgefordert, seine Funktion niederzulegen. Die Äußerungen hatten Mitte August für mediales Aufsehen und Kritik gesorgt. Weber hatte ein ÖBB-Werbesujet, das ein gleichgeschlechtliches Paar mit Kleinkind zeigt, auf Facebook mit "Schwuchteln" und "Neger" kommentiert und "mir graust" geschrieben.

    Dienstfrei gestellt

    Der FPÖ-Mandatar, der seine Reaktion auf das Plakat später als "unangebracht" bezeichnete, sah sich mit Rücktrittsaufforderungen konfrontiert. Er wurde in der Folge von seinem Arbeitgeber, einem großen international tätigen Industriebetrieb im Bezirk Amstetten, dienstfrei gestellt.

    In dem Facebook-Posting kommentierte Weber ein ÖBB-Werbesujet, auf dem zwei Männer mit einem Baby zu sehen sind, mit den Worten: "2 vermeintliche Schwuchteln m Baby und davon noch ein Neger. Mir grausts…" Auf Anfrage begründete Brigitte Kashofer, Klubsprecherin und Fraktionsvorsitzende der FPÖ Amstetten, die Worte mit dem Recht auf freie Meinung. (red, APA, 19.9.2018)

    • Das betroffene Posting.
      foto: screenshot/facebook

      Das betroffene Posting.

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