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    Intelligente Verkehrsplanung über Cloud-Plattformen

    19. September 2018, 13:10

    Der wachsende Verkehr in Städten erfordert neue Mobilitätslösungen.

    17 Millionen Kilometer legen alle Salzburger Autofahrer zusammen an einem einzigen Werktag zurück. 30 Stunden stehen sie pro Jahr im Stau. Die Landeshauptstadt liegt damit auf Platz zwei der staureichsten Städte Österreichs, hinter Wien mit 40 Stunden, so die Studie "Global Traffic Scorecard" des amerikanischen Verkehrsdaten-Spezialisten INRIX für das Jahr 2017.

    Zur Abbildung und besseren Steuerung der Verkehrslage hat nun das Forschungsinstitut Salzburg Research gemeinsam mit T-Systems eine Plattform entwickelt. Die technische Basis dafür ist die Open Telekom Cloud. Die Verkehrssituation wird auf einer Straßenkarte visualisiert und kann online abgerufen werden, etwa über die eigens entwickelte StauFux-App.

    Datenmanagement über Open-Telekom-Cloud

    "Für die Plattform brauchten wir eine Cloud-Lösung mit ausreichend Speicherplatz, weil wir die Verkehrsdaten über einen längeren Zeitraum sichern und analysieren möchten", erläutert Karl Rehrl, Leiter Mobile and Web-based Information Systems bei Salzburg Research. Die Daten kommen über die Telematik-Systeme von Fahrzeugflotten oder von städtischen Sensoren zur Verkehrszählung entlang der Straßen. Eine weitere Informationsquelle ist die StauFux-App, wo jeder Autofahrer mit der anonymen Übermittlung seiner Fahrdaten zur Aktualität der Verkehrslage beitragen kann. Die App läuft ebenfalls auf der Open-Telekom-Cloud.

    Bis zu 5.000 Flottenfahrzeuge füttern pro Werktag die Cloud-Plattform mit anonymisierten GPS-Daten. Das entspricht rund 1,3 Millionen Kilometern, die verarbeitet und gespeichert werden. "Wir wollen die Lösung künftig auf ganz Österreich ausweiten und suchen laufend nach Kooperationen mit neuen Flottenbetreibern", so Rehrl. "Bei der Wahl des Cloud-Anbieters war uns daher auch wichtig, dass wir IT-Ressourcen je nach Bedarf spontan hinzubuchen können."

    Flexible Skalierbarkeit und Sicherheit

    Die Forscher stellen ihre Daten auch den Verkehrsämtern des Landes zur Verfügung. Damit können dann bauliche Maßnahmen zur Verbesserung des Verkehrsflusses geplant werden. Neben Flexibilität und Skalierbarkeit hat auch das Thema Sicherheit zentrale Bedeutung. "Unsere Flottenpartner und App-Nutzer haben einen hohen Anspruch an die Datensicherheit, die Verarbeitung der Informationen in den mehrfach gesicherten Rechenzentren von T-Systems ist immer ein entscheidendes Argument," sagt Rehrl.

    Die Plattform wird laufend weiter entwickelt, etwa für neue Prognosefunktionen, und dafür verwenden die Forscher ebenso flexibel einsetzbare Testumgebungen. Autofahrer sollen künftig nicht nur die aktuelle Verkehrslage sehen, sondern auch voraussichtliche Staubildungen.

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      foto: economy
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