VW will E-Autos mit Elektrobaukasten leistbar machen

17. September 2018, 12:15
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Volkswagen investiert in den Aufbau seiner Elektroauto-Palette Milliarden. Bis 2030 sollen alle Modelle elektrifiziert werden

Wolfsburg – Der Volkswagen-Konzern will auf Basis der neuen Plattform für Elektroautos MEB zehn Millionen Fahrzeuge bauen. "Alleine in der ersten Welle werden rund zehn Millionen Konzernfahrzeuge auf dieser Plattform basieren", erklärte der Vorstand für Elektromobilität, Thomas Ulbrich, am Montag in Dresden bei der Vorstellung des neuen Unterbaus für Autos mit Stromantrieb. Bis Ende 2022 starte weltweit die Produktion von 27 Modellen für vier Konzernmarken mit dem modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB). Die zehn Millionen beziehen sich einem Sprecher zufolge auf einen Zeitraum von mehreren Jahren, den der Konzern nicht genau angeben will. Das Absatzziel von bis zu drei Millionen Elektroautos pro Jahr bis 2025 bei 50 rein batteriebetriebenen Modellen gelte weiter.

Der VW-Konzern werde dank der einheitlichen Basis Stromautos auf den Markt bringen, die sich Millionen Menschen leisten könnten, kündigte Baureihenleiter Christian Senger an. Mit den ersten Modellen der neuen Marke ID und anderen E-Autos des Konzerns sollen schon in zwei Jahren 150.000 Fahrzeuge verkauft werden. VW steckt in die Elektroauto-Offensive insgesamt sechs Milliarden Euro, davon fließen in die drei Komponentenwerke Braunschweig, Salzgitter und Kassel 1,3 Milliarden Euro.

Höhere Gewinne

Im vorigen Jahr hatte Volkswagen angekündigt, in die Entwicklung von E-Autos, autonomem Fahren, Mobilitätsdiensten und Digitalisierung sollten bis 2022 über 34 Mrd. Euro fließen. Bis 2025 bringen die Konzernmarken mehr als 80 neue Modelle mit E-Motor auf den Markt. Bis 2030 soll die ganze Modellpalette elektrifiziert werden. Konzernchef Herbert Diess warnte jüngst aber, dass die E-Strategie teurer werden könnte als zunächst gedacht. Daher müsse man effizienter werden: "Wir brauchen höhere Gewinne, um unsere Zukunft finanzieren zu können."

Das "Zukunftspakt" genannte Reformprogramm soll schon Einsparungen in Milliardenhöhe bringen. Den Geschäftsbereich "Integrität und Recht" baut VW jedoch aus. "Seit Jahresbeginn hat der Vorstand für solche Projekte, die Compliance, Risikomanagement, Integrität, Kultur und angrenzende Sachverhalte unterstützen, auch im Rechtswesen, zusätzliche Mittel in Höhe von rund 170 Millionen Euro bewilligt", sagte die zuständige Vorständin Hiltrud Werner der Fachzeitung "Automobilwoche" (Montag). Zudem seien mehr als 150 weitere Planstellen genehmigt worden. "Damit ist mein Bereich allein hier in Wolfsburg auf jetzt 540 Mitarbeiter von 255 Anfang 2017 gewachsen."

Wichtigster Einzelmarkt für VW ist China. Dort wird die Produktion ausgeweitet. Das Unternehmen eröffnete mit seinem lokalen Partner FAW drei neue Fabriken in Qingdao, Foshan und Tianjin sowie ein neues Komponentenwerk in Tianjin. Vorstand Jochem Heizmann sagte, dies stärke auch die "SUV- und Elektromobilitäts-Offensive" des Konzerns. (APA, 17.9.2018)

Anmerkung: Dieser Artikel wurde upgedatet

  • Bis 2025 bringen die Konzernmarken mehr als 80 neue Modelle mit E-Motor auf den Markt.
    foto: reuters/fabrizio bensch

    Bis 2025 bringen die Konzernmarken mehr als 80 neue Modelle mit E-Motor auf den Markt.

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