Weltweit erste Wasserstoff-Züge fahren im deutschen Nahverkehr

17. September 2018, 08:59
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Die mit Wasserstoff betriebenen Brennstoffzellen-Züge sollen langfristig den Diesel als Antriebsmittel ersetzen

Berlin – Im deutschen Nahverkehr rollen die weltweit ersten Brennstoffzellen-Züge. Seit Montag verbindet der emissionsfreie Regionalzug Coradia iLint die Städte Bremervörde, Cuxhaven, Bremerhaven und Buxtehude. Auf der knapp 100 Kilometer langen Strecke sollen zwei der Züge im regulären Linienverkehr Fahrgäste transportieren. Langfristig sollen die mit Wasserstoff betriebenen Brennstoffzellen-Züge den Diesel als Antriebsmittel auf den Schienen ersetzen. Bis 2020 sollen 14 Züge im Einsatz sein, hat es bei der Vorstellung des Projektes vor zwei Jahren geheißen.

Der französische Hersteller Alstom präsentierte damals den neuen Antrieb auf der Bahntechnikmesse Innotrans. Die Entwicklung der in Salzgitter gebauten Züge mit dem Namen Coradia iLint hat der Bund mit acht Millionen Euro gefördert. Sie haben auf dem Dach einen Wasserstofftank und die Brennstoffzelle sowie Batterien im Boden des Zugs. Damit können sie bis zu 140 Stundenkilometer fahren. Statt Dieselruß geben sie Wasserdampf und Kondenswasser ab. (red, 17.9.2018)

  • Der Coradia iLint, als er im Jahre 2016 vorgestellt wurde.
    foto: afp photo / john macdougall

    Der Coradia iLint, als er im Jahre 2016 vorgestellt wurde.

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