IT-Milliardär Benioff kauft US-Magazin "Time"

    17. September 2018, 08:28
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    Salesforce-Gründer Marc Benioff und seine Ehefrau Lynne übernehmen das renommierte Medium

    Washington – Der Salesforce-Gründer Marc Benioff und seine Ehefrau Lynne übernehmen als Privatleute das renommierte "Time"-Magazin. Das Ehepaar zahle 190 Millionen Dollar in bar, teilte der derzeitige "Time"-Eigner, der Medienkonzern Meredith, in der Nacht auf Montag mit. Es ist bereits das dritte traditionelle US-Blatt, das in die Hände von Wirtschaftsgrößen wandert. Vor fünf Jahren gab die "New York Times" bekannt, den "Boston Globe" an den Besitzer eines Baseball-Teams zu verkaufen, kurz darauf folgte der Verkauf der "Washington Post" an Amazon-Gründer Jeff Bezos.

    Ähnlich wie Bezos wollen die Benioffs keinen Einfluss auf das Tagesgeschäft und journalistische Entscheidungen nehmen. Meredith ("People", "In Style") hatte erst zu Jahresbeginn den fast drei Milliarden Dollar schweren Kauf des Time-Medienhauses, das neben dem gleichnamigen Magazin für "Sports Illustrated" und "Fortune" bekannt ist, über die Bühne gebracht. Auch die Titel "Sports Illustrated, "Fortune" und "Money" will der Konzern nun losschlagen. Die Einnahmen will Meredith nutzen, um seinen milliardenschweren Schuldenberg abzutragen.

    Salesforce gilt als Pionier im Geschäft mit Anwendungen, die über das Internet bereitgestellt werden. Das Unternehmen bietet seit 1999 Cloud-Produkte an, als Konkurrenten noch fast ausschließlich auf den Verkauf von Lizenzen setzten. Marc Benioff ist Salesforce-Gründer wie auch -Chef. (Reuters, 17.9.2018)

    • Marc Benioff  will nach eigenem Bekunden keinen Einfluss auf das Tagesgeschäft oder journalistische Entscheidungen bei "Time" nehmen.
      foto: reuters/denis balibouse

      Marc Benioff will nach eigenem Bekunden keinen Einfluss auf das Tagesgeschäft oder journalistische Entscheidungen bei "Time" nehmen.

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