WAC dreht Heimspiel gegen Wacker Innsbruck

16. September 2018, 16:26
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Elfmeter für die Hausherren brachte Spiel zum Kippen – Liendl, Leitgeb und Jovanovic schießen Kärntner in obere Tabellenhälfte

Wolfsberg – Der Wolfsberger AC hat in der siebenten Runde der Fußball-Bundesliga seinen dritten Sieg gefeiert. Die Mannschaft von Christian Ilzer drehte gegen Innsbruck zu Hause einen Pausenrückstand und gewann dank Treffer von Michael Liendl (50./Elfmeter) Mario Leitgeb (57.) und Sasa Jovanovic (95.) 3:1. Martin Harrer hatte zuvor für die schmeichelhafte Führung der Gäste gesorgt (43.).

In der Tabelle rückte der WAC vor dem Wiener Derby mit elf Punkten zwischenzeitlich auf den fünften Platz vor. Innsbruck hält weiter bei sechs Punkten und ist Neunter.

WAC dominiert, Wacker trifft

Die 3.887 Zuseher bekamen von den Hausherren Gefälliges geboten. Die Kärntner nahmen das Heft in die Hand und suchten nach Ballgewinnen den schnellen Weg in die Spitze, ohne jedoch zunächst wirklich gefährlich zu werden. Dever Orgill (17./knapp vorbei) bzw. Marc-Andre Schmerböck (42./Stange) kamen einem Tor per Kopf am nächsten. Marcel Ritzmaier scheiterte mit einem zu schwachen Heber zudem an Innsbruck-Goalie Christopher Knett (28.).

Die Führung der Tiroler gelang Harrer, der völlig allein gelassen mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze kurz vor dem Seitenwechsel traf.

Hausherren drehen Partie

Wolfsberg steckte den Schock über die Pause gut weg und kam rasch zum Ausgleich. Ein Ritzmaier-Freistoß (49.) landete an der Latte, nach dem Abpraller foulte Stefan Rakowitz Schmerböck mit einer ungeschickten Attacke. Schiedsrichter Markus Hameter entschied ohne Zögern auf Elfmeter, Liendl verzögerte den Anlauf und verwandelte souverän.

Sieben Minuten später drehte Mario Leitgeb die Partie. Nach einem Liendl-Eckball stieg der Mittelfeldspieler am höchsten und wuchtete den Ball ins Kreuzeck.

"Sir Karl" musste auf Tribüne

Innsbruck kam zwischen den beiden Gegentoren durch Dominik Baumgartner zu einer guten Möglichkeit, doch der Verteidiger köpfelte den Ball knapp vorbei (54.). Nach einer Stunde wurde Karl Daxbacher nach Kritik auf die Tribüne verbannt.

Der WAC war dem dritten Tor danach näher. Liendl prüfte mit einem Freistoß Knett (83.), auch der eingewechselte Bernd Gschweidl scheiterte am Innsbruck-Goalie. Erst dem eingewechselten Jovanovic gelang in der fünften Minute der Nachspielzeit aus einem Konter das erlösende Tor, nachdem Innsbruck alles nach vorne geworfen hatte. (APA, 16.9.2018)

Bundesliga – 7. Runde:

Wolfsberger AC – Wacker Innsbruck 3:1 (0:1).
Wolfsberg, Lavanttal-Arena, 3.887, SR Hameter.

Tore: 0:1 (43.) Harrer

1:1 (50.) Liendl (Foulelfmeter)

2:1 (57.) Leitgeb

3:1 (95.) Jovanovic

WAC: Kofler – Novak (80. Rnic), Sollbauer, Gollner, Schmitz – Leitgeb – Sprangler, Liendl, Ritzmaier – Orgill (92. Gschweidl), Schmerböck (78. Jovanovic)

Innsbruck: Knett – Schimpelsberger, Baumgartner, Maak, Vallci – Henning (74. Gabriele) – Rakowitz (80. Durmus), Freitag (89. Meusburger), Harrer, Dieng – Eler

Gelbe Karten: Schmerböck, Gollner bzw. Freitag, Schimpelsberger, Vallci

Stimmen:

Christian Ilzer (Wolfsberg): "Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und dem Spiel, mit Ausnahme der ersten Viertelstunde. In der ersten Hälfte hat die Präzision gefehlt. Das haben wir in der Pause angesprochen. Wir haben der Mannschaft klar gemacht, dass wir das Spiel unbedingt gewinnen wollen. Wir wussten, dass es ein richtungsweisendes Spiel ist."

Karl Daxbacher (Innsbruck): "Der Elfmeter, der für mich keiner war, war heute absolut entscheidend, der hat das Spiel entschieden. Generell habe ich das Gefühl, dass momentan gegen Innsbruck gepfiffen wird."

  • WAC und Wacker im Kampf um den Ball.
    foto: apa/gert eggenberger

    WAC und Wacker im Kampf um den Ball.

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