Taifun Mangkhut: Schon die Vorboten trafen die Philippinen hart

    14. September 2018, 16:45
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    Stromausfälle – Schiffsverkehr eingestellt

    Manila – Heftiger Wind, starker Regen: Die Vorboten von Taifun "Mangkhut" haben den Norden der Philippinen getroffen. In Teilen der Provinzen Cagayan und Isabela fiel der Strom aus, zahlreiche In- und Auslandsflüge wurden gestrichen. Der Schiffsverkehr wurde eingestellt, mehr als 4.500 Passagiere strandeten in Häfen der Inselgruppe im Westpazifik.

    Mehr als 800.000 Bewohner der besonders betroffenen Küstenregion sind aufgerufen, Notunterkünfte aufzusuchen. Freitagfrüh hielten sich dort jedoch erst 9.000 Menschen auf. Insgesamt sollen mindestens 5,2 Millionen Menschen von dem Sturm betroffen sein. Das Rote Kreuz der Philippinen geht aufgrund der Zerstörungskraft sogar von bis zu zehn Millionen Betroffenen aus. Die Wetterbehörde warnt vor bis zu 14 Meter hohen Wellen auf dem Meer und Sturmfluten an der Küste mit Wellen von bis zu sechs Metern Höhe.

    Für Samstagmorgen erwartet

    "Mangkhut" ist mit Böen von bis zu 255 Kilometern pro Stunde der stärkste Taifun, der die Philippinen in diesem Jahr heimgesucht hat. Am Freitag bewegte er sich mit etwa 30 Kilometern pro Stunde in nordwestlicher Richtung auf die Provinzen Cagayan und Isabela im äußersten Norden der Inselgruppe zu. Am frühen Samstagmorgen zwischen 2.00 und 5.00 Uhr Ortszeit sollte er auf Land treffen.

    "Alle Einsatzkräfte bleiben in der Nacht im Dienst", sagte der Sprecher des Nationalen Rates für Katastrophenvorsorge, Edgar Posadas. "Wenn es nötig ist, können wir noch mehr Kräfte senden." Der Taifun bringe ein 900 Kilometer breites Band aus Regenwolken mit sich, erklärte die Wetterbehörde. "Häuser aus leichtem Material werden definitiv zerstört", warnte Meteorologe Renito Paciente.

    Breite Schneise

    Obwohl der Norden des Landes in der Vergangenheit bereits ähnlich starke Taifune erlebt hat, äußerte sich der Präsident des Roten Kreuzes, Richard Gordon, besorgt über die Ausmaße des Wirbelsturms. "Die Schneise von "Mangkhut" ist breiter, das heißt, eine große Fläche wird betroffen sein, und er ist in der Lage, bei den Menschen viel Leid auszulösen."

    Die Philippinen werden jedes Jahr von etwa 20 Taifunen heimgesucht, die Überflutungen, Erdrutsche und andere Verwüstungen bringen. Einer der stärksten Taifune der vergangenen Jahre war "Haiyan". Er traf im November 2013 auf die Philippinen. Damals starben mehr als 6.300 Menschen, mehr als vier Millionen verloren ihr Zuhause. (APA, dpa, 14.9.2018)

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      foto: apa
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