Frontex: Illegale Ankünfte in EU heuer um 40 Prozent zurückgegangen

    14. September 2018, 12:02
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    Spanien verzeichnete im August mehr als die Hälfte aller illegalen Ankünfte in der Union

    Warschau/Brüssel – Die Zahl illegaler Einreisen in die EU ist nach Angaben der Grenzschutzagentur Frontex heuer in den ersten acht Monaten gegenüber dem Vorjahr um 40 Prozent zurückgegangen. Insgesamt zählte Frontex 86.500 irreguläre Grenzübertritte, der Rückgang sei auf geringen Migrationsdruck auf der Mittelmeerroute zurückzuführen, teilte Frontex am Freitag mit. Spanien wird zum neuen Eintrittstor in die EU.

    Bereits das zweite Monat in Folge seien mehr als die Hälfte aller illegalen Grenzübertritte im August an der westlichen Mittelmeerroute festgestellt worden. Die Zahl der illegal Einreisenden in Spanien habe sich im August mit fast 6.500 nahezu verdoppelt im Vergleich zum Vorjahr. Die Migranten kommen hauptsächlich aus Marokko, Guinea und Mali.

    Verlagerungen von Fluchtrouten

    Entlang der östlichen Mittelmeerroute kamen im August 4.200 irreguläre Migranten in die EU, das sind um elf Prozent weniger als im August 2017. Über das ganze Jahr gerechnet stieg die Zahl aber um 58 Prozent auf 34.300. Frontex begründet dies mit einem "signifikanten Anstieg irregulärer Grenzübertritte in den letzten Monaten an der Landgrenze mit der Türkei". Die meisten Migranten kommen aus Syrien und dem Irak, im August waren Afghanen die größte Gruppe.

    Die Ankömmlinge über die Mittelmeerroute via Italien gingen im August um 62 Prozent auf 1.500 zurück. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres verzeichnete Frontex einen Rückgang von 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 19.600. Tunesier und Eritreer sind die größte Bevölkerungsgruppe auf dieser Route.

    Die westliche Balkanroute über Serbien nach Ungarn und Kroatien verzeichne nur noch wenige irreguläre Migranten, erklärte Frontex. Allerdings gebe es einen anhaltenden Migrationsdruck auf einer Parallelroute via Albanien, Montenegro sowie von Serbien nach Bosnien-Herzegowina. (APA, 14.9.2018)

    • Immer mehr flüchtende Menschen versuchen auf dem Seeweg Spanien zu erreichen.
      foto: ap / felipe dana

      Immer mehr flüchtende Menschen versuchen auf dem Seeweg Spanien zu erreichen.

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