Aus Studentenheimen werden eher keine Seniorenheime

    14. September 2018, 08:23
    5 Postings

    Nachnutzbarkeit eines Objektes ist bei Investoren immer ein Thema

    In Wien wird an so vielen Studentenheimzimmern wie noch nie gebaut. 3350 Einheiten befinden sich für die kommenden Jahre laut kürzlich veröffentlichtem Report des Immobiliendienstleisters CBRE in der Pipeline.

    Zumindest auf Investorenseite besteht angesichts solcher Zahlen aber noch lange kein Anlass zur Sorge: "In Wien ist der Markt noch nicht übersättigt", sagt Christoph Lukaschek, Investmentexperte bei Otto Immobilien. Gedanken zur Nachnutzbarkeit der Gebäude machen sich Investoren dennoch – das sei immer ein Thema, so Lukaschek.

    Wobei es sich bei manchen Studentenheimen schon heute um Hybridformen handelt, weil sie auf eine breitere Zielgruppe setzen: Sie bieten nicht nur Studierenden eine Unterkunft, sondern stellen Young Professionals, also jungen Menschen am Beginn ihrer Karriere, eigene Bereiche zur Verfügung.

    Kein Platz für Rollatoren

    Aus einem Studentenheim könnte, falls die Studenten einmal fehlen, auch relativ unkompliziert "eine andere Art von Betreiberimmobilie" werden, sagt Lukaschek. Angesichts des demografischen Wandels naheliegend wäre die Nutzung als Seniorenheim. Lukaschek ist da allerdings eher skeptisch: Die Lage vieler Häuser – innerstädtisch und universitätsnah – sei da wohl oft nicht passend. Andere Brancheninsider sehen auch die fehlende Barrierefreiheit mancher Häuser – etwa was Wendekreise für Rollstühle und Rollatoren angeht – als Problem. (zof, 14.9.2018)

    • Das Studentenheim The Fizz in der Dresdner Straße nimmt nicht nur Studierende, sondern auch Young Professionals auf.
      foto: standard

      Das Studentenheim The Fizz in der Dresdner Straße nimmt nicht nur Studierende, sondern auch Young Professionals auf.

    Share if you care.