El Salvadors Ex-Präsident muss 225 Millionen Euro an Staat zurückzahlen

    13. September 2018, 06:28
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    Elias Antonio Saca wurde wegen Unterschlagung und Geldwäsche zu zehn Jahren Haft verurteilt

    San Salvador – El Salvadors Ex-Staatschef Elias Antonio Saca ist wegen Korruption zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Saca sei der Unterschlagung und Geldwäsche für schuldig befunden worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Saca muss überdies knapp 261 Millionen Dollar (225 Millionen Euro) an den Staat zurückzahlen. Saca sei der erste ehemalige Präsident des Landes, der wegen Korruption verurteilt wurde.

    Saca, der von 2004 bis 2009 Präsident des mittelamerikanischen Landes war, hatte die Vorwürfe im Zuge einer Vereinbarung im Strafprozess eingeräumt. Im Gegenzug erhielt er eine Haftstrafe von zehn Jahren. Andernfalls hätten ihm maximal 25 Jahre Haft gedroht. Da er bereits seit knapp zwei Jahren inhaftiert ist, muss er nun noch weitere acht Jahre hinter Gittern verbringen.

    Neben Saca wurde noch sechs hochrangige frühere Regierungsbeamten der Prozess gemacht. Sie wurden zu Haftstrafen zwischen fünf und 16 Jahren verurteilt. (APA, AFP, 13.9.2018)

    • El Salvadors Ex-Staatschef Elias Antonio Saca (vorne links neben seinem Anwalt) und weitere ehemalige hochrangige Regierungsbeamte vor der Urteilsverkündung.
      foto: apa/afp/marvin recinos

      El Salvadors Ex-Staatschef Elias Antonio Saca (vorne links neben seinem Anwalt) und weitere ehemalige hochrangige Regierungsbeamte vor der Urteilsverkündung.

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