Forscher: Nichtstaatliche Klimaschutz-Initiativen haben bedeutenden Effekt

    13. September 2018, 07:00
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    Private und regionale Initiativen können Emissionen zusätzlich um ein Drittel senken

    Berlin – Private und regionale Klimaschutz-Initiativen können als Ergänzung zu staatlichen Maßnahmen einen bedeutenden Effekt erzielen. Die weltweiten Treibhausgasemissionen könnten durch freiwillige Initiativen von Städten, Regionen, Firmen oder Bürgern demnach im Jahr 2030 um etwa ein Drittel niedriger ausfallen, als dies allein durch die gegenwärtige Politik nationaler Regierungen erreicht würde.

    Zu diesem Schluss kommen Wissenschafter laut einem Bericht der Wochenzeitung "Die Zeit". Die Einsparung an Treibhausgasen könne dann hochgerechnet auf das Jahr 2030 zwischen 15 und 23 Gigatonnen betragen, hieß es in der Studie "Global Climate Action from Cities, Regions and Businesses" weiter. "Die Zahlen sind ausreichend für den Pfad zum Zwei-Grad-Ziel", zitierte die "Zeit" den Co-Autor der Studie, Niklas Höhne vom Kölner New Climate Institute.

    "Gute Dynamik"

    Die Forscher gingen dabei dem Bericht zufolge davon aus, dass die freiwilligen Klimaziele ebenso erreicht werden wie jene, zu denen sich die Nationalstaaten bekannt haben. Außerdem wird davon ausgegangen, dass die Freiwilligen weitere Mitstreiter finden. Dies hält Höhne nach eigenen Angaben für realistisch. "Derzeit ist die Dynamik sehr gut", sagte er der "Zeit".

    Die Analyse wurde im Vorfeld des Climate Action Summit veröffentlicht, der in dieser Woche in San Francisco stattfindet und freiwillige Klima-Initiativen bündeln soll. Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown hat dazu Klimaschützer aus aller Welt eingeladen. Im Dezember findet dann die nächste offizielle UN-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz (Katowice) statt. (APA, 13.9.2018)

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