Journalistenvertreter fordern Freilassung von Österreicher in Türkei

    12. September 2018, 10:23
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    Journalistische Recherchen über AKP und Kurden sind kein Verbrechen, sagt der Präsident des ÖJC

    Wien – Journalistenvertreter haben die Freilassung des am gestrigen Dienstag in Ankara wegen Terrorvorwürfen festgenommenen österreichischen Journalisten und Studenten gefordert. Die Bundesregierung müsse ihre diesbezüglichen Bemühungen "umgehend (...) intensivieren", betonte die Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Barbara Teiber am Mittwoch.

    "Herr Erdogan: Journalistische Recherchen über AKP und Kurden sind kein Verbrechen, sondern der Job von Journalisten – daher lassen Sie sofort unseren Kollegen frei", appellierte Präsident des Österreichischen Journalisten Clubs (ÖJC), Fred Turnheim, an den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Dieser habe sich mit dem österreichischen Journalisten "eine neue Geisel geholt".

    Unterstützung von Aslan

    "Öffentlich vorgetragene Kritik an einem Regime darf kein Grund für politische Repression oder gar Haft sein", betonte auch Teiber. Wie Turnheim wies auch sie darauf hin, dass es sich bei der Verhaftung nicht um den ersten Fall dieser Art handle und sprach von "politischer Willkür".

    Auch die frühere Grüne Nationalratsabgeordnete Berivan Aslan stellte sich hinter den Österreicher. Ich kenne ihn als einen sehr klugen Studenten, als einen sehr klugen und aufgeklärten Journalisten und auch Autoren. Er ist seit Jahren in der Türkei aktiv und versucht die demokratischen Kräfte in der Türkei zu unterstützen", betonte sie am Dienstagabend in der "ZiB2" des ORF. Er gehöre zu jenen Menschen, "die für Demokratie, für Rechtsstaatlichkeit und für den Friedensprozess auch ihre Dienste leisten". (APA, 12.9.2018)

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