Fehlerhaftes Volksschul-Lehrbuch sorgt für Aufregung

    11. September 2018, 13:42
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    Udo Jürgens noch am Leben, mehrere Namen falsch geschrieben

    Klagenfurt – Ein fehlerhaftes Volksschul-Lehrbuch sorgt in Kärnten für Aufregung. In dem Buch "Schatzkiste – Sachunterricht Kärnten", Auflage 2016, ist laut der Kärntner Oppositionspartei "Team Kärnten" unter anderem Udo Jürgens noch am Leben, das Glantal fehlt in einer Darstellung, mehrere Namen von Persönlichkeiten sind falsch geschrieben oder mit falschen Geburts- und Sterbedaten versehen. Landtagsabgeordneter Gerhard Köfer spricht von einem "Skandal", und verlangt, dass das Buch aus dem Verkehr gezogen wird.

    "Wie können SPÖ und ÖVP von bester Bildung für unsere Kinder sprechen, wenn den Kleinsten nicht einmal korrektes Unterrichtsmaterial zur Verfügung gestellt wird?" Via Landespressedienst konterte die Landesregierung umgehend: Zuständig sei das Bildungsministerium. Dieses werde nun mit einer raschen Prüfung betraut. Bis allfällige Korrekturen erfolgt sind, solle das Buch von der Schulbuchliste gestrichen werden.

    Ministerium veranlasst Austausch

    Das Bildungsministerium hat auf die Aufregung um ein fehlerhaftes Kärntner Volksschulbuch umgehend reagiert und einen Austausch angekündigt. In einer Aussendung am Dienstag hieß es, dass bereits Kontakt mit dem zuständigen Verlag aufgenommen wurde. Der Verlag soll eine überarbeitete Version des Buchs vorlegen und den Austausch an den betroffenen Schulen organisieren.

    Gespräche zur Aufklärung der Angelegenheit sollen nun folgen. Dem Bildungsministerium sei nämlich die fehlerhafte Version, die offenbar in Umlauf ist, nicht vorgelegt. "Im Rahmen der Approbation des Buches war den zuständigen Stellen des Ministeriums eine andere Fassung übermittelt worden", heißt es in der Aussendung. Bei einer Neuauflage seien wohl Aktualisierungen verabsäumt worden. (APA, 11.9.2018)

    • Landtagsabgeordneter Gerhard Köfer spricht von einem "Skandal".
      foto: apa / georg hochmuth

      Landtagsabgeordneter Gerhard Köfer spricht von einem "Skandal".

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