Openstreetmap schwärzt aus Protest gegen Upload-Filter Karten

    10. September 2018, 17:05
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    Die drohenden EU-Uploadfilter würden das "Aktualisieren der Karte erschweren", warnt das freie Projekt

    Das freie offene Kartenprojekt Openstreetmap warnt mit einer drastischen Aktion vor der Einführung von Upload-Filtern. Bei der Nutzung der Kartenanwendung werden immer wieder schwarze Flecken eingeblendet, um auf die Gefahr von Upload-Filtern aufmerksam zu machen. Die Pläne einiger EU-Abgeordneter, Plattformen zur automatischen Prüfung von Nutzerinhalten zu zwingen, stößt auf wenig Gegenliebe bei den Betreibern von Openstreetmap.

    "Realität"

    "Ein vollautomatischer Filter krankt daran, dass Kartendaten von OSM zwangsläufig denen von Google Maps, Here und Co. ähnlich sehen, weil alle die Realität und keine Fantasiewelt wiedergeben", sagt Frederik Ramm vom Vorstand der internationalen Openstreetmap Foundation laut Golem.

    Ressourcen

    Ein derartiger Filter und die Überprüfung von dessen Entscheidungen würden sehr viele Ressourcen an sich binden, heißt es weiter. Die umstrittenen Pläne kommen am Mittwoch zur Abstimmung. Deren Ausgang ist äußert ungewiss, selbst innerhalb der Fraktionen im EU-Parlament herrscht Uneinigkeit vor. (red, 10.9.2018)

    • Ganz Wien ist auf Open Street Map derzeit nicht mehr zu sehen
      foto: open street map

      Ganz Wien ist auf Open Street Map derzeit nicht mehr zu sehen

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