Integrationsprobleme an Schulen: ÖVP und FPÖ kritisieren Rot und Grün

    9. September 2018, 16:12
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    Nach Buch über Schwierigkeiten an Wiener Neuen Mittelschulen fordern Türkis und Blau Wien zum Handeln auf

    Wien – Ein aktuelles Buch über Integrationsprobleme muslimischer Schüler an österreichischen Schulen hat am Sonntag für heftige Reaktionen aus der ÖVP und der FPÖ geführt. Beide Parteien warfen der rot-grünen Wiener Stadtregierung Versagen vor. Das Thema wurde auch in der ORF-"Pressestunde" mit Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) diskutiert.

    Susanne Wiesinger, eine Wiener Lehrerin an einer Neuen Mittelschule, spricht schon seit einigen Monaten öffentlich über die Integrationsprobleme an Wiener Schulen. Nun hat sie darüber ein Buch mit dem Titel "Kulturkampf im Klassenzimmer" geschrieben. Darin berichtet sie unter anderem von Beschneidungen und muslimischen Mädchen, die von ihren Mitschülern bedroht werden, wenn sie sich nicht "angemessen" kleiden.

    ÖVP: "Gefährliches Sittenbild"

    ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer sprach von einem "erschütternden Tatsachenbericht". "Radikalisierung und muslimische Parallelwelten sind Realität", die Schilderungen der Wiener Lehrerin "zeigen ein gefährliches Sittenbild". Er forderte die Wiener Stadtpolitik auf, hier "endlich aufzuräumen".

    "Die schleichende Islamisierung in Wiens Klassenzimmern ist bereits keine stille und heimliche, sondern eine mit Pauken und Trompeten vonstattengehende. Nur der Stadtschulrat und die rot-grüne Stadtregierung möchten davon nichts wissen beziehungsweise verschließen davor die Augen", kritisierte auch FPÖ-Stadtrat Maximilian Krauss und appellierte an die Stadtregierung, "diesen Hilferuf endlich ernst zu nehmen" und einen runden Tisch zu diesem Thema einzuberufen.

    "Die undifferenzierte rot-grüne Willkommenskultur trägt nun ihre Früchte. Radikalisierung und islamische Parallelwelten sind in Wiens Klassenzimmern längst angekommen und werden von Rot-Grün nach wie vor ignoriert und schöngeredet", sagte ÖVP-Stadtrat Markus Wölbitsch. (APA, 9.9.2018)

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