Fed-Mitglied: USA für eine Rezession schlecht aufgestellt

7. September 2018, 15:52
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Mit den nächsten Zinserhöhungen wird im September und im Dezember gerechnet

Washington – Die USA sind aus Sicht des Notenbankers Eric Rosengren mit weiterhin sehr niedrigen Zinsen nicht gut auf eine Rezession vorbereitet. Denn dann könne die Federal Reserve zur Bekämpfung des Abschwungs ihre Leitzinsen nicht deutlich senken, sagte der regionale Notenbank-Chef von Boston am Freitag. Die USA wären schnell wieder bei null Prozent.

Höheres Zinsniveau vorteilhaft

Rosengren ist dieses Jahr stimmberechtigtes Mitglied im Fed-Offenmarktausschuss, der über die Zinsen entscheidet. Wie er dem Fernsehsender CNBC sagte, hält er ein Zinsniveau von 2,5 bis drei Prozent für angemessen. Das obere Ende dieser Spanne sei am besten. Die Dollar-Wächter haben in diesem Jahr ihren Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld bereits zwei Mal hochgesetzt – zuletzt im Juni auf die aktuelle Spanne von 1,75 bis 2,00 Prozent. Mit den nächsten Zinsschritten wird im September und im Dezember gerechnet.

Wie stark die Fed nachlegen wird, dürfte auch davon abhängen, bei welchem Niveau sie den sogenannten neutralen Zins ansetzt. Dies ist der Satz, bei dem die Konjunktur weder angeschoben noch ausgebremst wird. Innerhalb der Notenbank gibt es unterschiedliche Einschätzungen dazu, wo dieser Satz genau liegt. Die Ansichten schwanken zwischen 2,0 und 3,5 Prozent. (APA, Reuters, 7.9.2018)

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