Einigung auf Sozialplan bei Kika/Leiner

7. September 2018, 13:15
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Geschäftsführung und die Betriebsräte des Unternehmens haben sich auf einen Sozialplan geeinigt

Nach mehreren Verzögerungen steht nun der Sozialplan für die mehr als 1.100 Mitarbeiter der Möbelkette Kika/Leiner. Je nach Lebensalter, Dienstalter und familiärer Situation sollen die betroffenen Mitarbeiter mehr oder weniger Geld erhalten, teilte das Unternehmen am Freitag per Aussendung mit.

Der Plan umfasse demnach auch ein "Zusatzbudget" für Mitarbeiter mit sozial besonderen Umständen. Außerdem sollen Jobcoachings und Bewerbungshilfen organisiert werden.

Rund 120 Mitarbeiter verlieren durch die Schließungen der Leiner-Standorte in Wiener Neustadt und Innsbruck per Jahresende ihren Job. Das Ende der Kika-Filialen in Vösendorf und Spittal an der Drau kostet rund 160 Beschäftigte den Arbeitsplatz. Das Zusammenlegen der Logistik in Linz/Leonding trifft rund 200 Logistikmitarbeiter in Innsbruck und St. Pölten, falls sie nicht umziehen wollen. In der Zentrale in St. Pölten werden laut Medienberichten rund 100 Jobs gestrichen. Wie viele weitere Mitarbeiter gehen müssen, ist noch nicht fix.

Von den österreichischen Möbelhäusern hat sich die südafrikanische Steinhoff in einer Notaktion Mitte Juni getrennt – sie gingen um rund 600 Millionen Euro an den Tiroler Immobilieninvestor René Benko und seine Signa-Gruppe. Ende April verkaufte Steinhoff seinen 50-Prozent-Anteil an der deutschen Billigmöbelkette Poco für mehr als 260 Millionen Euro an den österreichischen Möbelhändler XXX-Lutz, der bereits die andere Hälfte besaß. (red, APA, 7.9.2018)

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    foto: apa/helmut fohringer
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