Test und Fazit: "Two Point Hospital"

    11. September 2018, 09:04
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    Kann die inoffizielle Fortsetzung des 21 Jahre alten "Theme Hospital" Strategieträume wahr machen?

    Two Point Hospital (PC, macOS und Linux; 34,99 Euro) ist der inoffizielle Nachfolger der starken Wirtschaftssimulation Theme Hospital. Bei dem Game baut man einen Krankenhaus-Konzern auf, der in England operiert. Patienten werden von schrägen Krankheiten wie "Monobrauen", "verbalem Durchfall" oder "Armleuchter" geplagt. Diese gilt es zu heilen und gleichzeitig die eigenen Finanzen im Hinterkopf zu behalten. Nach und nach treffen immer mehr Patienten mit weiteren Krankheiten ein. Mittels ständiger Optimierung wird auch jeder Kranke versorgt, sodass niemand in den eigenen vier Wänden sterben muss. Auf diesem Wege baut man sich ein Krankenhaus-Imperium auf, das bald das ganze Land versorgt und die witzigsten Krankheiten entdeckt und heilt.

    two point hospital
    Two Point Hospital im Trailer.

    Was ist gelungen?

    Two Point Hospital schafft das, was auch schon Theme Hospital vorgemacht hat: eine komplexe Wirtschaftssimulation, die einerseits zugänglich ist und andererseits auch Profis fordert. Der Schwierigkeitsgrad wächst im Zuge der Kampagne zeitgleich mit dem Können des Spielers. Die Herausforderungen werden stetig größer, aber überrollen einen nicht. Für all jene, die noch nie virtuelle Krankenhausluft in der Nase hatten, ist das Game auch sehr einsteigerfreundlich gehalten.

    Ferner punktet Two Point Hospital mit ordentlichem Spielwitz. Einerseits ist dieser durch einen durchaus unterhaltsamen Radiosender geboten, der sich immer wieder während des Spiels meldet, andererseits sind die Krankheiten und Gegenmaßnahmen absolut ulkig. Auch der Spielumfang kann sich sehen lassen. Die Liebe zum Detail rundet das Gesamtpaket ab.

    Was ist nicht gelungen?

    Mehrspieler- und Sandbox-Modus fehlen. Der Text des Spiels ist zwar ins Deutsche übersetzt, für die Durchsagen und den Radiosender werden allerdings Englischkenntnisse vorausgesetzt. Verbesserungspotenzial gibt es zuletzt noch beim Interface. Einige Komfortfunktionen fehlen. So ist es nicht möglich, Räume zu klonen oder Anpassungen bei mehreren Angestellten gleichzeitig vorzunehmen. Ein Tag-Nacht-Zyklus fehlt ferner, und etwas mehr Diversität bei den unterschiedlichen Arealen wäre wünschenswert gewesen.

    Fazit

    Two Point Hospital ist eine gelungene Fortsetzung von Theme Hospital, die sich nicht nur an Nostalgiker richtet. Das Spielprinzip ist gut gealtert, auch heute macht es noch Spaß, Patienten mit den verrücktesten Krankheiten zu heilen und dabei nicht die eigenen Finanzen aus dem Auge zu verlieren. Sollten besagte Kritikpunkte ausgeräumt werden, könnte das Game sogar besser als der großartige erste Teil werden. (Daniel Koller, 11.9.2018)

    Hinweis im Sinne der redaktionellen Richtlinien: Das Testmuster wurde vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

    Two Point Hospital ist ab drei Jahren für PC, Mac und Linux erschienen. UVP: 34,99 Euro.

    Entgeltlicher Link:
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