Spotify will direkte Deals mit Musikern, macht Labels nervös

    6. September 2018, 10:51
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    Der Streamingdienst könnte die Mechanismen der Musikbranche auf den Kopf stellen

    Der schwedische Musikanbieter Spotify verfolgt offenbar ambitionierte Pläne, um Künstler an sich zu binden. Wie die New York Times unter Berufung auf Insider berichtet, soll Spotify an direkten Deals mit Musikern interessiert sein. Das bedeutet, dass Labels außen vor gelassen werden. Damit wäre für Künstler ein größerer Prozentsatz des Umsatzes möglich. Momentan erhält ein Musiker je nach Vertrag mit seinem Label fünfzehn bis fünfzig Prozent des Umsatzes, den Spotify mit seiner Musik macht.

    Balanceakt

    Spotify wagt sich damit an einen Balance-Akt. Denn die großen drei Musiklabels Universal, Sony und Warner, die mit ihren Tochterfirmen rund 80 Prozent des Marktes kontrollieren, dürfen auf keinen Fall vergrault werden. Entschließen sich diese, Spotify zu boykottieren, ist der Service wohl rasch am Ende. Spotify selbst betonte, kein Label sein zu wollen – man werde keine Exklusivrechte an Material kaufen, hieß es. (red, 6.9.2018)

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    NYT

    • Spotify will expandieren und Deals direkt mit Musikern abschließen
      foto: apa/afp

      Spotify will expandieren und Deals direkt mit Musikern abschließen

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